HARPSTEDT, 8. April 2009


FDP will Volle Halbtagsschulen erhalten

BILDUNG Angelika Brunkhorst kündigt entsprechenden Antrag an – Frühjahrsempfang in Harpstedt


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Spitzentreffen der FDP in Harpstedt: (von links) Regina Kasten, Elisabeth Akkermann, Jennifer Tietböl, Angelika Brunkhorst und Claus Przygodda BILD: JAN ZUR BRÜGGE Bild vergrößern

DER ORTSVERBANDS-VORSITZENDE CLAUS PRZYGODDA LÄSST SEIN AMT RUHEN. KOMMISSARISCH ÜBERNIMMT SEINE BISHERIGE STELLVERTRETERIN JENNIFER TIETBÖL DIE FÜHRUNG.

VON JAN ZUR BRÜGGE

Harpstedt - Die FDP im Landkreis will sich für den Erhalt der Vollen Halbtagsschulen in Harpstedt und Dünsen einsetzen. Zum kommenden Kreisparteitag soll ein entsprechender Antrag auf den Weg gebracht werden, sagte die Kreis- und Bundestagsabgeordnete Angelika Brunkhorst beim Frühjahrsempfang des Ortsverbands Harpstedt.

Bewährte Schulform

„Das Format hat sich bewährt“, meinte die FDP-Bezirksvorsitzende und fügte anschließend hinzu. „Wir wollen Schülern und Lehrern das Leben und Arbeiten nicht schwerer, sondern leichter machen.“ Sie werde sich dafür einsetzen, dass es eine intensive Bestandsaufnahme gebe, welche Schulform welche Vorzüge biete. Die 54-Jährige kündigte „mehrere Anträge zur Schulpolitik“ an, die auf dem anstehenden Kreisparteitag am Montag, 27. April, in Hoyerswege und zwei Tage später beim folgenden Bezirksparteitag in Wardenburg diskutiert werden sollen.

IGS favorisiert

Im Zuge der Debatte um die Einführung einer Integrativen (IGS) oder Kooperativen Gesamtschule (KGS) würde Brunkhorst lieber die erste Variante „im Landkreis etablieren“. Man müsse aber zunächst die Elternbefragung abwarten, sagte die 54-Jährige, die sich optimistisch zeigte, dass die Liberalen bei der Bundestagswahl am 27. September eine gute Rolle spielen werden. „Die Umfragen sehen uns um 15 Prozent – das ist ein gutes Fundament für ein erfolgreiches Abschneiden.“

Intensive Finanzdebatte

Beim Frühjahrsempfang führte Brunkhorst mit Bürgern und Parteifreunden eine intensive Diskussion zur derzeitigen Finanzkrise. Statt „Traumschlössern und virtuellen Gefilden nachzugehen“, sollten sich Banken wieder auf ihr „Kerngeschäft besinnen und kleine und mittelständische Unternehmen mit Krediten versorgen“, forderte Brunkhorst. In den Führungsetagen der großen Banken und Unternehmen sei die Kaufmannsethik „verlustig gegangen“, sagte der ehemalige Harpstedter FDP-Ratsherr Steffen Akkermann. „Das ist der Anfang allen Übels.“

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Berufliche Gründe

Beim Frühjahrsempfang gab der Ortsverbands-Vorsitzende Claus Przygodda bekannt, dass er sein Amt vorerst ruhen lassen wird. „Es hat mir eine Menge Spaß gemacht, aber ich kann dem Umfang beruflich nicht mehr gerecht werden“, sagte der selbstständige Handelsvertreter, der kürzlich eine zusätzliche Vertretung übernommen hatte.

28-Jährige führt Ortsverband

Als Nachfolgerin von Przygodda, der den Vorsitz erst im Juni 2008 übernommen hatte, rückte zum 1. April die seitdem als Stellvertreterin fungierende Jennifer Tietböl auf. Sie übt den Posten bis zu den turnusmäßigen Wahlen im Frühjahr 2010 kommissarisch aus. Natürlich müsse sie erst einmal „in das Amt hineinwachsen“, sagte die 28-Jährige. Aber Przygodda ist sich sicher, dass Tietböl „jung und dynamisch frischen Wind bringen“ werde. „Wir werden sie alle unterstützen“, sagte Akkermann.




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