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Kinderlose Frauen können mit Spirale verhüten

Auch Frauen, die noch keine Kinder bekommen haben, können mit der Spirale verhüten. Früher galt diese Methode als riskant, heute haben sich die Produkte aber weiterentwickelt.

Nach Angaben des Berufsverbandes der Frauenärzte (BVF) in München ist nicht zu befürchten, dass Anwenderinnen der Spirale öfter Infektionen in der Gebärmutter und den Eileitern bekommen als Frauen, die mit anderen Methoden ungewollte Schwangerschaften verhindern. Die Schutzbarriere am Eingang der Gebärmutter werde durch die Hormone in dem Verhütungsmittel möglicherweise sogar gestärkt.

Bei bislang kinderlosen Frauen könne das Einlegen der Spirale allerdings etwas schmerzhafter sein als bei anderen Frauen. Meist ließen die Beschwerden aber rasch nach. Bisher rieten Frauenärzte in Deutschland kinderlosen Frauen wegen der Schmerzen und wegen der Furcht vor Infektionen von der Spirale ab.

Diese Sorge hing laut Prof. Kai Bühling von der Hormonsprechstunde am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf mit den Spiralen aus den 70er und 80er Jahren zusammen. Bei den damals verwendeten Produkten habe es oft Infektionen gegeben, aufgrund derer betroffene Frauen keine Kinder mehr bekommen konnten. Einer internationalen Vergleichsstudie zufolge verhütet in Deutschland nur jede 20. Frau mit der Spirale, in Schweden und Finnland macht das jede 4.

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