Tim Coors fehlt die Disziplin
2. BUNDESLIGA Disqualifikation sorgt für Unmut bei Vareler Handballern
Kräftig zugepackt wurde in der Abwehr des VfL Bad Schwartau. Dies bekam auch Jan-Philip Willgerodt (am Ball) zu spüren. BILD: PHILIPP HERNNBERGER 
VON JOCHEN SCHRIEVERS
Altjührden - Auch wenn Peter Kalafut, Trainer der Vareler Zweitliga-Handballer mit der Leistung seines Teams nach der 29:31-Niederlage gegen den VfL Bad Schwartau zufrieden war, bleibt ein fader Beigeschmack. Denn es war mehr drin für die Friesländer. Nach „verschlafenem“ Start konnten die Vareler einen Vier-Tore-Rückstand noch vor der Pause drehen. Nicht zuletzt wegen eines Doppelpacks von Tim Coors, der zum 9:10 führte. Doch dann erwies Coors seinem Team einen Bärendienst. In der 18. Minute brachte er als letzter Mann einen Gegenspieler durch Trikotziehen zu Fall und kassierte zu diesem Zeitpunkt schon die zweite Zeitstrafe. Ind er von nun an hart umkämpften Partie mussten die Vareler ab der 44. Minute dann ganz auf Coors verzichten.
„Von da an fehlten uns im Rückraum die Alternativen“, zeigte sich Varels Coach Peter Kalafut gar nicht glücklich mit der unnötigen Schwächung seines Teams. Und diese Schwächung nutzten die Gäste clever aus. Insbesondere Jan Schult freute sich über die neu entstandenen Räume. Er übernahm Verantwortung und erzielte die letzten sechs Treffer des VfL Bad Schwartau im Alleingang. Einige leichte Ballverluste im Angriff der HSG machten es den Gästen noch leichter.
Insgesamt wäre mit der guten kämpferischen Leistung der Vareler sicherlich mehr möglich gewesen, doch die unnötigen personellen Probleme verhinderten dieses.
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