28:31-Pleite erzürnt Rademacher
Handball HSG-Trainer bemängelt Einstellung und taktische Undiszipliniertheiten
Am Boden: Das hatten sich die Drittliga-Handballer der HSG Varel-Friesland um Torwart Andre Seefeldt ganz anders vorgestellt. Statt mit einem Sieg bei der Ahlener SG zur Spitzengruppe aufzuschließen, gab es einen Rückschlag. BILD: Klaus Ortgies 
von Henning Busch
Varel - Auch einen Tag nach der völlig überraschenden 28:31 (12:12)-Niederlage beim Schlusslicht Ahlener SG war der Ärger bei Jörg Rademacher nicht verraucht. „Ich bin noch immer stinksauer, und das wird auch noch eine Zeit dauern, bis das verarbeitet ist“, gestand der Trainer der Drittliga-Handballer der HSG Varel-Friesland, die sich nicht zum ersten Mal in dieser Saison auswärts von ihrer ganz schwachen Seite gezeigt hatten.
„Was habe ich den Jungs unter der Woche gepredigt, den Gegner nicht am Tabellenstand zu messen und von der ersten Minute an hellwach zu sein, aber schon die Anfangsphase war von unserer Seite total halbherzig“, erläuterte Rademacher. „Man kann ein Spiel verlieren, wenn man sich voll reinhängt, aber nicht auf diese Art und Weise.“
Vor allem bemängelte er, dass die im Training erarbeiteten taktischen Vorgaben selbst von den erfahrenen Spielern in seinem Team nicht umgesetzt wurden. So sei es – anders als geplant – nicht gelungen, das bekannt gute Zusammenspiel zwischen Ahlens Mittelmann und Kreisläufer zu unterbinden.
Somit lagen die Vareler schnell mit 4:7 (10.) zurück, ehe sich die Abwehr zumindest bis zum Pausenpfiff etwas stabilisieren konnte und die Friesländer über Tempogegenstöße ins Spiel kamen.
Doch nach dem Seitenwechsel (12:12) erlosch das Vareler Strohfeuer schnell wieder. Zwar verlief die Partie bis Mitte der zweiten Hälfte auf Augenhöhe, aber nach der ersten Vareler Führung (17:16/40.) lief bei den Gästen nicht mehr viel zusammen. „Da haben wir dann im Angriff wieder viele dumme Fehler gemacht und Bälle zum Teil einfach weggeworfen“, bedauerte Rademacher.
Somit bleibt vor dem nächsten schweren Heimspiel der Vareler gegen den Tabellenzweiten TuS Ferndorf am kommenden Sonnabend (19.30 Uhr, Manfred-Schmidt-Sporthalle) der Angriff die Haupt-Problemzone der HSG. Während der in Ahlen noch dazu gesundheitlich angeschlagene Martins Libergs seit Jahresbeginn seiner guten Form aus der Hinserie hinterherläuft, geht von Mittelmann Niels Bötel insgesamt noch zu wenig Torgefahr aus. Zwar erzielte der HSG-Regisseur in Ahlen neun Treffer, sieben davon allerdings von der Siebenmeter-Linie aus.
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„Seit dem verletzungsbedingten Ausfall von Lukas Kalafut fehlt uns dort einfach die Durchschlagskraft“, weiß der HSG-Coach. Wenn dann auch noch – wie in Ahlen – die Abwehr und Torwart Andre Seefeld einen schwachen Tag erwischen, dann verliert man eben auch gegen den Tabellenletzten, der zuvor in 18 Spielen nur einen einzigen Sieg verbuchen konnte.
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