Handballerinnen sehnen sich nach einer Medaille
Em 2010 Deutsche Mannschaft zum Auftakt gegen Schweden – Erfahrung aus über 1600 Länderspielen
Oldenburg - Sie sind Wettkampf erprobt, zählen seit Jahren zur internationalen Spitze, nur mit einer EM-Plakette hat es nie so richtig geklappt: Mit der Erfahrung aus 1602 Länderspielen greifen Deutschlands Handballfrauen bei der an diesem Dienstag beginnenden Europameisterschaft in Norwegen und Dänemark wieder einmal nach Edelmetall. 1994 bei der EM im eigenen Land – mit Spielort Oldenburg – gewann eine deutsche Mannschaft mit Silber die bislang einzige EM-Medaille.
„Es ist wie immer“, sagt Leszek Krowicki, Trainer des Bundesligisten VfL Oldenburg. „Die deutsche Mannschaft muss man auch diesmal wieder auf der Rechnung haben.“ Wie Bundestrainer Rainer Osmann so traut auch Krowicki der Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB) als Minimalziel die Halbfinal-Teilnahme zu.
„Deutschland verfügt über etliche sehr erfahrene Spielerinnen, die schon viele große Wettbewerbe bestritten haben“, betont Krowicki.
Diese Erfahrung sei eben nötig, um sich im Konzert großer und gestandener Teams sicher zu fühlen und bestehen zu können. Rekordnationalspielerin Grit Jurack (294 Länderspiele) führt den Kader an. In Torfrau Sabine Englert (183), Spielmacherin Nina Wörz (189) und Kreisläuferin Anja Althaus (175) bilden drei weitere Dänemark-Legionäre das Gerüst der DHB-Auswahl.
Mit einem Sieg zum Turnierstart an diesem Dienstag (17.45 Uhr/Sport 1) im norwegischen Larvik gegen Schweden wollen sich die DHB-Frauen gleich die Sicherheit für die dann wohl entscheidenden Duelle in der Vorrunde-Gruppe C am Mittwoch (19.45 Uhr/Sport 1) gegen die Niederlande und am Freitag (19.45 Uhr/Sport 1) gegen die Ukraine holen. „Wir wollen die Vorrunde gewinnen und ohne Punktverlust durchgehen“, sagte der Bundestrainer.
Vor allem die Partie gegen die Niederlande wird Oldenburgs Coach Krowicki mit besonderem Interesse vor dem Fernseher verfolgen, stehen doch in Lois Abbingh und Laura van der Heijden zwei VfLerinnen im niederländischen EM-Kader. „Für mich können die Niederlande das Überraschungsteam dieser EM werden“, sagt Krowicki, für den auch Norwegen, Dänemark, Frankreich, Spanien und Russland beste Chancen auf EM-Gold haben.
Sabine Englert (Midtjylland/Dänemark) 183 Länderspiele/2 Tore, Katja Schülke (Leipzig) 49/0, Clara Woltering (Leverkusen) 117/0. Feld: Nadine Härdter (Sindelfingen) 158/252, Isabell Klein (Buxtehude) 26/41, Grit Jurack (Viborg/Dänemark) 294/1557, Saskia Lang (Blomberg-Lippe) 4/4, Franziska Mietzner (Frankfurt) 32/106, Nina Wörz (Randers/Dänemark) 189/394, Randy Bülau (Buxtehude) 4/2, Anna Loerper (Leverkusen) 134/ 235, Natalie Augsburg (Leipzig) 9/21, Sabrina Richter (Blomberg-Lippe) 123/263, Laura Steinbach (Leverkusen) 55/85, Anja Althaus (Viborg/Dänemark) 175/391, Susann Müller (Aarhus/Dänemark) 50/114.
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