Premiere macht Appetit auf Europameisterschaften
Beachhandball Sand AG gewinnt das DHB-Masters-Turnier vor der Waterfront in Bremen
Bremen - Die Sommerpause nutzen viele Handballer mittlerweile gerne, um sich bei Strandatmosphäre sportlich zu betätigen: Beachhandball ist auch in diesem Jahr wieder stark gefragt – so auch erstmals am Bremer Einkaufszentrum Waterfront, das ein ganz besonderes Ambiente mit Blick zur Weser lieferte. Einzig die Sonne ließ sich nicht blicken, stattdessen war es am Sonnabend für die Sportart empfindlich kühl und zu regnerisch. Davon ließ sich die Sand AG Nord-West, gespickt mit Spielerinnen der HSG Hude/Falkenburg, jedoch nicht entmutigen, und gewann das Qualifikations-Turnier zur deutschen Meisterschaft.
„Der Test in Bremen ist gelungen, daran änderte auch das schlechte Wetter, das uns einige Böen bescherte, nichts. Es war ein großes Interesse da und es kamen viele Zuschauer. Im nächsten Jahr werden wir versuchen, die Europameisterschaft hier auszutragen“, zog Wolfgang Sasse, Vorsitzender des Beachsportvereins Nord-West Wildeshausen, ein rumdum positives Fazit nach dem Beachhandball-Debüt an der „Waterfront“.
Inmitten der eindrucksvollen Kulisse ging auf zwei Feldern das DHB-Masters-Turnier über die Bühne. Mit dabei waren bei den Frauen neben der siegreichen Sand AG auch die Bumblebees aus Wildeshausen sowie bei den Männern die Waterboys aus Neerstedt. Diese kamen allerdings nicht in optimaler Besetzung und gerieten schon in der Vorrunde nach Niederlagen gegen den deutschen Meister Sand Devils Minden und gegen die 12 Monkeys aus Köln ins Straucheln. Lediglich gegen die Lokalmatadoren der Hastedter Füchse glückte den Waterboys ein 2:0-Erfolg.
„Die Neerstedter Männer haben nur ein Rumpfteam hergeschickt. Sie konzentrieren sich in diesem Jahr auf die Teilnahme an der European Beach Tour“, erklärte Sasse und zeigte durchaus Verständnis für das vorzeitige Aus.
Ganz anders die beiden Frauen-Teams aus dem Landkreis: Die Bumblebees drangen bis ins Semifinale vor und verpassten das Endspiel nach einem 1:2 gegen Beach BonnBon nur knapp. Die Sand AG machte es genau umgekehrt, hatte in der Gruppe zunächst Startschwierigkeiten und drehte anschließend auf. Im Halbfinale schaffte das mit Drittliga-Spielerinnen der HSG Hude/Falkenburg versehen Ensemble ein 2:1 gegen den deutschen Meister Stranddeko Minden und blühte auch im Endspiel beim 2:0 gegen Beach BonnBon auf. Damit erhielt die Sand AG in der Masters-Serie 20 Punkte gutgeschrieben. Die Mannschaften mit den meisten Punkten qualifizieren sich für die nationalen Titelkämpfe in 14 Tagen in Cuxhaven.
„Wir haben es spannend gemacht, freuen uns aber natürlich riesig über den Turniersieg. Ich hatte vorher ehrlich gesagt nicht mit dem ersten Platz gerechnet, weil hier die besten Teams aus Deutschland mit dabei waren“, freute sich Inke Meyerholz von der Sand AG trotz des ihrer Meinung nach „saukalten“ Wetters. Der schlechten Witterung trotzte sie mit ihren Mitspielerinnen aber und blickt nun der Teilnahme an den deutschen Meisterschaften entgegen: „Wir spielen nächste Woche noch das Turnier in Hamburg und können dort noch einmal punkten. Mit den jetzigen 20 Punkten liegen wir aber schon gut im Rennen. Cuxhaven ist insgeheim schon unser Ziel.“
Was die Rückraumschützin in der Küstengegend allerdings nicht antreffen wird, ist ein Einkaufszentrum, das in Bremen nicht nur für ein außergewöhnliches Ambiente sorgte. „Beachhandball spielen und zwischendurch ein bisschen shoppen – was will man mehr?“ sagte Meyerholz mit einem Augenzwinkern.
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