Torhungrig, talentiert und teamorientiert
Porträt Elsflether Nachwuchs-Handballerin Talea Lösekann meistert Spagat zwischen Schulstress und Sport
von Thorsten Sanders
Elsfleth - Eine 14-jährige Handballerin aus Elsfleth schickt sich an, im heimischen Turnerbund Großes zu erreichen. Talea Lösekann spielt in der C-Jugend und selbst schon in der B-Jugend eine tragende Rolle. Und auch in der Schule verfolgt die Rückraum-Linke ihre Ziele unbeirrt.
Viel Ehrgeiz
Die Achtklässlerin meistert den Spagat zwischen Schule und Sport nahezu perfekt. Sie besucht das Braker Gymnasium und hat überwiegend „Zweien“ auf dem Zeugnis. Dass sie nebenbei auch noch in zwei Handballmannschaften spielt, zeigt ihren großen Ehrgeiz. Mutter Heike findet das stark. „Wenn Talea etwas macht, dann richtig“, sagt sie.
Aufgrund der guten schulischen Leistungen haben Taleas Eltern keine Probleme damit, dass sie ihre Freizeit fast komplett dem Handballsport widmet. Im Gegenteil: Mutter Heike und Vater Andreas versuchen, ihre Tochter so gut es geht zu unterstützen und verfolgen fast alle Heimspiele.
Auch Nathalie Adami, die zusammen mit Udo Ulrich die beiden Teams trainiert, ist voll des Lobes für die sympathische und zurückhaltende 14-Jährige. „Sie hat in den vergangenen zwölf Monaten einen großen Leistungssprung gemacht. Talea ist immer beim Training und will sich stets verbessern.“
Sie meckere nicht und zeige großen Willen. „Dabei ist sie sehr zurückhaltend, aber trotzdem sehr ehrgeizig“, sagt Adami, der es manchmal etwas peinlich ist, beim Training von Talea Lösekann ausgewackelt zu werden.
Phänomenale Ausbeute
Taleas größter persönlicher Erfolg liegt noch gar nicht allzu lange zurück. In der C-Jugend markierte sie am 21. Januar gegen den SV Vorwärts Nordhorn unglaubliche 21 Treffer in einer einzigen Partie. Solch eine phänomenale Ausbeute können wahrlich nicht viele Handballer vorweisen, wenn sie auf ihre Karriere zurückblicken.
Am wichtigsten ist Talea der Teamgedanke. Sie möchte zwar weiterhin viele Tore werfen, aber in erster Linie gefällt es ihr, überhaupt in der Mannschaft zu spielen. Der Zusammenhalt sei groß. „Wir sind alle Freundinnen. Wir wollen in erster Linie Spaß haben, aber dann auch gewinnen“, sagt Talea.
Ein Vorbild hat Talea zwar nicht, dafür ist sie selbst schon eins. Zumindest für ihre kleine Schwester Tomke. „Ich will auch einmal so gut spielen wie Talea“, sagt die Zwölfjährige, die beim Elsflether TB in der D-Jugend-Mannschaft spielt.
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