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Krowicki schützt enttäuschte VfL-Frauen

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Handball:
Krowicki schützt enttäuschte VfL-Frauen

Bad Wildungen Selbst vor Leszek Krowicki macht die Seuche beim VfL Oldenburg nicht halt. Der Trainer des Handball-Bundesligisten war am Sonntag schwer erkältet, als er die überraschende 28:31-Niederlage in Bad Wildungen am Abend zuvor analysierte. Eine Erklärung war schnell gefunden. Nach den Ausfällen der Langzeitverletzten Caroline Müller, Julia Wenzl und Nadja Jensen erwischte es bei den „Vipers“ nach 19 Minuten zusätzlich Kim Birke. Die laut Krowicki „beste Linksaußen Deutschlands“ musste mit einer Oberschenkelverletzung das Feld verlassen. „Ich muss die Mannschaft deswegen verteidigen. Wir hatten nur neun Feldspielerinnen im Kader, und dann fiel auch noch Kim aus. Das ist einfach zu viel“, betonte Krowicki.

Der Coach machte aber auch keinen Hehl daraus, dass ihn die dritte Saisonniederlage so richtig gewurmt hatte: „Die Enttäuschung ist groß, weil wir uns schlecht präsentiert haben. Unsere Stammkräfte haben diesmal nicht ihre beste Form erreicht. Und dann fehlen mir einfach die Alternativen, um wechseln zu können.“

Drei Tage nach dem überzeugenden 34:28-Heimsieg gegen die SG Bietigheim hatten die Oldenburgerinnen von Beginn an Probleme, ins Spiel zu finden. Nach drei Minuten liefen die Gäste bereits einem 0:3-Rückstand hinterher. Angie Geschke sorgte mit einem Siebenmeter für den ersten Treffer der VfL-Frauen (4. Minute), die aber auch in der Folge vor allem in der Defensive zu viele Lücken offenbarten. Bad Wildungen verteidigte seinen Vorsprung bis zur Pause (17:15).

In der zweiten Halbzeit erwischten die Oldenburgerinnen zwar den besseren Start. Kreisläuferin Annika Meyer glich in der 35. Minute zum 20:20 aus. Weil der VfL sich dann aber – auch bedingt durch Zwei-Minuten-Strafen für Meyer und Inger Smits – eine Schwächephase nahm und Bad Wildungen diese zwischen der 35. und 43. Minute konsequent zu einem Sieben-Tore-Lauf nutzte, war die Partie frühzeitig vorentschieden.

Erst in der Schlussphase kam der VfL zurück ins Spiel. Kira Schnack, die als Linkshänderin auf der für sie ungewohnten linken Seite Kim Birke ersetzte, und Geschke verkürzten zwei Minuten vor dem Ende auf 28:30. Bad Wildungen verteidigte jedoch den Vorsprung und feierte den erst vierten Saisonsieg.

Er habe eine „kleine Truppe, die viel kann“, bilanzierte Krowicki. Es müsse aber derzeit wie gegen Bietigheim alles passen, um die zahlreichen Ausfälle zu kompensieren. „Die Spielerinnen haben gekämpft und in der Schlussphase Charakter gezeigt, hatten aber insgesamt keinen guten Tag“, sagte Krowicki.

Beste Werferin aufseiten der Oldenburgerinnen war Kapitänin Geschke mit elf Toren. Zudem kam Inger Smits, die gegen Bietigheim noch mit elf Toren überragt hatte, auf fünf Treffer.

Die VfL-Frauen haben nun bis zum 19. Januar (19.30 Uhr, kleine EWE-Arena) Zeit, um neue Kräfte zu sammeln. Dann geht es mit einem Heimspiel gegen die SG Rosengarten-Buchholz weiter.

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