Handball:
VfL-Frauen begeistern fast 2000 Zuschauer

Oldenburgerinnen besiegen Spitzenteam Bietigheim 34:28 – Inger Smits mit elf Toren

Der VfL zeigte eine starke zweite Halbzeit. Die niederländischen Vizeweltmeisterinnen wurden vor der Partie geehrt.

Oldenburg Dank eines leidenschaftlichen Auftritts sind die Handballerinnen des VfL Oldenburg nach der WM-Pause perfekt in den Bundesliga-Alltag zurückgekehrt. Trotz der schwerwiegenden Ausfälle von Caroline Müller, Julia Wenzl und Nadja Jensen gewann die Mannschaft von Trainer Leszek Krowicki am Mittwochabend mit 34:28 (13:14) gegen das finanzstarke Spitzenteam der SG Bietigheim und schob sich auf Tabellenplatz vier vor. In den letzten Minuten standen die 1920 Zuschauer in der kleinen EWE-Arena von ihren Plätzen auf und feierten das Team mit stehenden Ovationen.

Beste Spielerin der Partie war Inger Smits. Die niederländische Rückraumspielerin führte ihr Team mit elf Toren zum Sieg. Auch Nationalspielerin Angie Geschke trug mit acht Treffern einen großen Teil zum Erfolg bei. Bei den Gästen überzeugte in Nina Wörz (sieben Tore) eine ehemalige Oldenburgerin.

„Ihr wisst gar nicht, was ihr uns gegeben habt“, richtete Geschke später die Worte ans Publikum: „Wir wollten für die vielen Zuschauer Gas geben, die Atmosphäre war super.“

Statistik

VfL Oldenburg: Renner, Egestorp (ab 42. Minute) – Schnack 1 Tor, Meyer 6, Birke 5, Smits 11, Dulfer 1, Schirmer 1, Geschke 8, Hartstock 1, Behrend n.e., Prante n.e.. Bietigheim: Wester, Roch (von 36. bis 47.) – Diniz 1, Visser 5, Lauenroth 4, , Wörz 7, Smeets 5, Baudoin 3, Müller 1, Malestein 1, Anastacio 1, Mack, Larsen Poulsen n.e, Baun Eriksen n.e., Hundahl n.e..
Zeitstrafen: VfL 2 - SG 4.
Siebenmeter: 4/4 - 3/3.

Vor der Partie hatte es zunächst Sonderapplaus und Blumensträuße für die vier niederländischen Vizeweltmeisterinnen (beim VfL Kelly Dulfer; bei Bietigheim Tess Wester, Angela Malestein und Martine Smeets) gegeben. Auf dem Platz war es dann vorbei mit Geschenken – und das beherzten zunächst die Gäste.

Linksaußen Smeets erzielte den ersten Treffer. Wester, die von 2011 bis zum Sommer dieses Jahres im VfL-Tor stand, entschärfte allein in den ersten fünf Minuten fünf Würfe der Oldenburgerinnen. „Es war schön zurückzukehren. Die Fans haben dem VfL heute sehr geholfen“, sagte Wester. Die 21-Jährige war bei der WM zur besten Torfrau des Turniers gewählt worden.

Weil sich beide Teams nach der langen Pause zu Beginn einige einfache Fehler leisteten, entwickelte sich eine Partie auf Augenhöhe. Nach elf Minuten gingen die VfL-Frauen durch Geschke erstmals in Führung (6:5). Bei den Gästen drehte Wörz Mitte der ersten Halbzeit auf und erzielte nach 22 Minuten bereits ihren fünften Treffer zum 11:11. Zur Pause führte Bietigheim mit 14:13 – auch, weil der VfL in doppelter Überzahl nur einen Treffer zustande brachte.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit drehte der VfL die Partie von 15:17 (33.) auf 20:17 (38.). Typisch für das Spiel war, dass sich nun aber wieder der Gastgeber einige Schwächen leistete – und Bietigheim die Partie schnell wieder ausgeglichen hatte (21:21, 42.).

Angeführt von den überragenden Smits und Geschke sowie der eingewechselten Torfrau Louise Egestorp, die in der entscheidenden Phase gleich vier ganz freie Würfe der Gäste wegnahm, legte der VfL dann zwischen der 52. und 55. Minute den siegbringenden Schlusssprint ein und setzte sich von 27:25 auf 31:26 ab – der Rest war großer Jubel in Grün und Weiß.

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Lars Blancke

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31.12.2015
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