Handball-Bundesliga:
VfL-Frauen gehen als Favoritinnen ins Derby

Die Oldenburgerinnen treten am Samstag beim Buxtehuder SV an. Die Gastgeberinnen sind derzeit allerdings nur Mittelmaß.

Oldenburg Mit dem Heimsieg gegen Berlin wollte sich Angie Geschke nicht lange aufhalten. Kurz nachdem die Schlusssirene ertönt und das 41:36 unter Dach und Fach war, blickte die Spielführerin am vergangenen Sonntag eine Woche voraus. „Kommt bitte alle mit nach Buxtehude“, appellierte die 30-Jährige an die Fans des VfL Oldenburg, die Bundesliga-Handballerinnen an diesem Sonnabend (16 Uhr) im Derby beim Nordrivalen kräftig anzufeuern.

Dabei mag sie sich an das Hinspiel im Oktober in der heimischen Arena erinnert haben. Fast schon hoffnungslos lagen die VfL-Frauen Mitte der zweiten Halbzeit zurück, ehe sie mit großer Unterstützung von den Rängen die Partie drehten und noch mit 31:27 gewannen. „Wir werden uns wieder den Mors aufreißen“, versprach Geschke auch für das Rückspiel vollen Einsatz.

Doch anders als bei vielen Derbys in der Vergangenheit dümpelt Buxtehude in dieser Saison nur durch das Tabellenmittelfeld. Zuletzt kassierte der Pokalsieger drei Niederlagen in Serie, so dass die Europapokalplätze fast außer Reichweite gerieten. „Von diesem Ziel müssen wir uns verabschieden“, sagte Trainer Dirk Leun nach der 28:32-Pleite bei Bayer Leverkusen: „Es ist keine glückliche Saison für uns.“

Das hatte der erfahrene Coach mit Blick auf die vielen Abgänge schon vor Beginn dieser Spielzeit prophezeit und sollte Recht behalten. Einem schwachen Start folgte zwar eine bessere Phase, ehe sich das Team mit inzwischen ausgeglichenem Punktekonto (16:16) auf Rang sieben einpendelte. Dennoch ist Leuns Oldenburger Kollege Leszek Krowicki weit davon entfernt, den Gegner deshalb zu unterschätzen. „Buxte spielt nach wie vor guten und schnellen Handball, und der Abstand in der Tabelle ist auch nicht so groß“, warnt er vor der Heimstärke des BSV, die seine Mannschaft – aktuell Tabellenfünfter (22:10) – in den Vorjahren oft zu spüren bekam. In Isabell Klein, Friederike Gubernatis oder Lone Fischer verfügt der Gastgeber zudem noch immer über klangvolle Namen.

Im nächsten Jahr wird auch Oldenburgs Rechtsaußen Maike Schirmer dazu gehören, da sie nach Buxtehude wechselt (die NWZ  berichtete). „Sie wird in dieser Saison aber noch alles für uns geben“, ist sich Krowicki sicher, dass das Derby Schirmer dieses Mal ganz besonders motivieren wird.

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