Handball-Bundesliga:
VfL-Frauen hoffen auf Coup im Spitzenspiel

Oldenburgerinnen empfangen Leipzig in kleiner Arena – Gäste im Formtief

Oldenburg Der Zeitpunkt ist günstig für die Handball-Frauen des VfL Oldenburg, dem HC Leipzig eins auszuwischen. Der Tabellenzweite der Bundesliga befindet sich derzeit in einem Formtief und holte aus seinen jüngsten drei Partien nur ebenso viele Punkte. Leipzig läuft seinen Ansprüchen hinterher. Zudem gab es für die Mannschaft von Trainer Norman Rentsch am Donnerstag eine Hiobsbotschaft: Spielführerin Karolina Kudlacz-Gloc fällt wegen eines Oberkiefer-Bruchs – zugezogen am Sonntag beim Europapokal-Einsatz gegen Metzingen – voraussichtlich für zwei Wochen aus.

Darauf werden die Oldenburgerinnen an diesem Sonntag jedoch keine Rücksicht nehmen, wenn sich die beiden Teams um 16.30 Uhr in der kleinen EWE-Arena gegenüberstehen. Der VfL, durch drei Ausfälle ebenfalls weit vom Optimum entfernt, hat dennoch die Chance, den Leipzigerinnen die beiden Punkte abzuknöpfen.

„Wir sollten sie trotz allem nicht unterschätzen“, warnt Oldenburgs Kreisläuferin Cara Hartstock: „Sie haben auch ohne ihre Kapitänin noch sechs Nationalspielerinnen im Kader.“ Das Hinspiel verlor Oldenburg mit 27:36. Den Gästen werden am Sonntag die Tore von Kudlacz-Gloc fehlen. Mit 86 Treffern in dieser Bundesligasaison ist die 31-Jährige erfolgreichste Werferin ihres Teams. „Und auch die Vergangenheit zeigt, dass wir gegen Leipzig immer für eine Überraschung gut waren“, sagt VfL-Trainer Leszek Krowicki. Er weilte am Donnerstag bei der Frauen-Nationalmannschaft in Stuttgart, wird aber pünktlich bei Spielbeginn in der Arena sein.

Oldenburg indes darf den Blick in der Tabelle durchaus nach oben richten. Der aktuelle Bundesliga-Fünfte (24:10 Zähler) kann bei einem Sieg gegen die Leipzigerinnen (26:8) nach Punkten mit diesen gleichziehen. Im oberen Feld der Rangliste geht es momentan eng zu. So passt es ins Bild, dass der VfL als Saisonziel das Erreichen eines Platzes ausgab, der zur Teilnahme an internationalen Wettbewerben berechtigt.

Der Meister ist für die Champions League qualifiziert, die Teams auf den Plätzen zwei und drei spielen um den EHF-Pokal mit. Der Tabellenvierte nimmt am Europapokalturnier teil. Auch über den DHB-Pokal kann sich Oldenburg noch für den EHF-Cup qualifizieren.

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