OLDENBURG, 23. August 2010


Aktionstag erinnert an das Vergessen

Alzheimer Weltweit rund 35 Millionen Menschen an Demenz erkrankt – Geistig-seelische Störung


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Alzheimer- bzw. Demenzerkrankte brauchen Betreuung durch andere Menschen. BILD: MSO-Archiv  Bild vergrößern

Auch in Oldenburg wird der Welt-Alzheimer-Tag begangen. Dieser soll auf das Schicksal der Betroffenen und ihrer Familien aufmerksam machen.

von Christian Schwarz

Oldenburg - Nach und nach senkt sich ein Schleier über die Erinnerungen, die Sprache, die Orientierung. Mitmenschen, Orte, Zeit – das richtige Zuordnen fällt immer schwerer, und die Familie muss dabei zuschauen, wie ein sich der geliebte Mensch, den man jahrelang gekannt hat, langsam verabschiedet: Alzheimer ist eine Krankheit, vor der sich viele fürchten. Schließlich verlieren die Kranken durch den Verlust von Nervenzellen im Gehirn die Kontrolle über ihre Taten, über ihr Leben.

Die Alzheimer-Krankheit ruft rund 60 Prozent aller Demenz-Erkrankungen hervor. Von Demenz, also der Störung geistig-seelischer Leistungen eines Menschen, betroffen sind in Deutschland 1,2 Millionen Menschen. Weltweit geht man von rund 35 Millionen Erkrankten aus. Die weitaus meisten Erkrankten sind über 70 Jahre alt. Jeder dritte über 90-Jährige leidet an Demenz. In Anbetracht der demografischen Entwicklung geht die Deutsche Alzheimer-Gesellschaft davon aus, dass die Zahl der Demenz-Erkrankten bis 2050 auf 2,6 Millionen steigen wird.

Alzheimer ist nicht heilbar, kann aber in seinem Verlauf durch Medikamente verlangsamt werden. Auch Therapien können den Erkrankten bei der Bewältigung des Alltags mit der Krankheit helfen.

Prophylaktischen Schutz vor der Krankheit kann auch keine Lebensweise garantieren. Das Risiko zu erkranken können jedoch geistige, körperliche und soziale Aktivität, ausgewogene Ernährung mit viel Obst und Gemüse (reich an Vitamin C, E und Beta-Karotin), fett- und cholesterinarme Ernährung (möglichst ungesättigte Fettsäuren) sowie die Behandlung von Bluthochdruck, Herzrhythmusstörungen und Diabetes Mellitus vermindern.

Um auf die Situation von Alzheimer-Erkrankten und ihrer Familien aufmerksam zu machen, findet seit 1994 jährlich am 21. September der Welt-Alzheimer-Tag statt, unterstützt von der Dachorganisation „Alzheimer’s Disease International“. In Deutschland steht der Tag unter dem Motto „Gemeinschaft leben“. Die regionalen Alzheimer-Gesellschaften bieten Vorträge, Tagungen Gottesdienste oder Benefizkonzerte an.

In Oldenburg finden die Veranstaltungen auf dem Gelände des Bildungs-Dienstleisters „ComFair“, Unterm Berg 15, statt.

Begrüßung durch Detelf Maaßen, Geschäftsführer von „ComFair“

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Grußwort Oberbürgermeister Prof.Dr. Gerd Schwandner

„Leistungen der Pflegeversicherung“ (Swetlana Albert, Sozialberaterin der Altenhilfe, AOK Oldenburg)

„Orientierungshilfe – Internetauftritt der Alzheimer-Gesellschaft e.V.“ (Brunhilde Becker, 1. Vorsitzende der Alzheimer-Gesellschaft Oldenburg)

„Kinaesthetics in der Betreuung“ (Annette Brak-Mensing, Diplom-Pflegepädagogin, Projektleiterin ComFair)

„Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht“ (Hans Sperveslage, Kreisvorsitzender Sozialverband VdK Niedersachsen-Bremen

„Alzheimer-Demenz – Stand der Wissenschaft“ (Dr. Thomas Brieden, Chefarzt Gerontopsychiatrie, Karl-Jaspers-Klinik Oldenburg)

„Einblicke in der Berufsfeld einer Sozialbetreuerin in der Altenhilfe“ (Andrea Steinmetzger, Sozialbetreuerin in der Altenhilfe)

„Ambulant betreute Wohngemeinschaften“ (Arnd Sensenschmidt, Verein für menschenwürdiges Leben im Alter)




 



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