Allns op Platt
Kultur Föhrungen dör Ollnborg
von Swantje Sagcob
Oldenburg - „Nu geiht dat los!“, vertellt Helga Diers, die Oldenburgs Stadtgeschichte regelmäßig pfiffig und melodiös auf Plattdeutsch präsentiert. Verkleidet als eine Frau vom Lande aus dem späten 19. Jahrhundert präsentiert ein Oldenburger Urgestein die Sehenswürdigkeiten in plattdeutscher Sprache.
„Wer mol wat besünners, nich bloot för de Ogen, sonnern uk för de Ohrn hebben will, de schull disse Stadtrundgang mit mi maken“, empfiehlt die plattdeutsche Stadtführerin und Laienschauspielerin.
Plattdeutsche Führung jetzt auch im Schloss
Doch nicht nur mit Helga „geiht dat dör Ollnborg“ – die plattdeutsche Mundart wird mit einem neuen Angebot auch in Oldenburger Museen gepflegt: „Bi us in’t Slott gifft dat Föhrungen nu ok op Platt“ lautet die Einladung vom Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte Oldenburg. Die Premiere findet am morgigen Sonntag, 29. Januar, statt. Treffpunkt für die einstündige öffentliche Führung auf Plattdeutsch ist um 15 Uhr im Foyer des Oldenburger Schlosses. Weitere Termine sind jeweils am vierten Sonntag im Monat.
Neu: „Auf ein Wort mit...“
Angemerkt sei an dieser Stelle noch eine weitere Besonderheit, denn anlässlich der Großen Finissage zum Ende der Ausstellung „Der Zweite Aufbruch in die Moderne“ erwartet die Besucher am morgigen Sonntag ein attraktives Sonderprogramm mit einer weiteren Premiere. In der neuen Reihe „Auf ein Wort mit ...“ gewähren Künstler, Kuratoren, Sammler und andere illustre Gäste ganz persönliche Einblicke in ihre Arbeit im Idyllenzimmer. Zum Auftakt erwartet Museumsdirektor Prof. Dr. Rainer Stamm den Hamburger Rüdiger Joppien um 11.30 Uhr zum einstündigen Gespräch.
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