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Bürgermeisterwahl:
Krisen-Spezialist will ins Rathaus

Kirchhatten Das Kommunikationsverhalten in Stress- und Krisensituationen gehört zu den Fähigkeiten, die Christian Pundt seinen Kollegen als Konfliktmanager im Polizeidienst vermittelt. Ob der 40-Jährige sie selber benötigt hat, als er sich Anfang der Woche als potenzieller Bürgermeisterkandidat beim Hatter SPD-Ortsverein vorstellte, ist fraglich. Das Ergebnis fiel nämlich deutlich aus: Bereits im ersten Wahlgang stimmte mehr als die Hälfte der Mitglieder im Hotel Meiners für Pundt. Drei Mitbewerber, die aus anfangs sieben Bewerbern ausgewählt und zu der nichtöffentlichen Vorstellungsrunde eingeladen worden waren, hatten das Nachsehen.

Pundt ist seit 2009 Dozent für Kriminalwissenschaft an der Polizeiakademie Niedersachsen in Oldenburg und hat ein breites Ausbildungsprofil im Rücken, das vom Diplom-Verwaltungswirt bis zu strategischer Personalberatung reicht. Am Tag, nachdem Hattens Bürgermeisterin Elke Szepanski in der NWZ  erklärt hatte, dass sie nicht wieder kandidieren wird, hat er eine Initiativbewerbung an die SPD auf den Weg geschickt. Selber gehört Pundt keiner Partei an, sieht in deren sozialen Positionen aber die größte politische Nähe. Der Kirchhatter ist für einen flächendeckenden Mindestlohn und gegen ein Betreuungsgeld, das seiner Meinung nach falsche Anreize schafft. Dennoch betont er: „Ich möchte ein Bürgermeister für alle Hatter Bürger werden.“ Am Spitzenjob im Rathaus reizt den Familienvater, der mit Frau, zwei Jungen im (Vor-)Schulalter und zwei Hunden seit 2006 in Kirchhatten lebt, die Aussicht, viele seiner bislang erworbenen Qualifikationen nutzen zu können, wie er sagt.

In den Polizeidienst ist er 1991 eingetreten, er studierte an der Fachhochschule für Verwaltung und Rechtspflege Niedersachsen (Abschluss Dipl.-Verwaltungswirt). Von 2007 bis 2009 lief der Masterstudiengang Kriminologie am Institut für kriminologische Sozialforschung (IKS), Universität Hamburg, den er mit einem „Master of Arts - Kriminologie“ abschloss. Seit 2011 nimmt Christian Pundt begleitend Lehraufträge an der Hochschule für Öffentliche Verwaltung in Bremen und an der Fachhochschule der Bundesfinanzverwaltung in Münster wahr.

Der SPD-Ortsverein hatte nach Angaben seines Vorsitzenden, Helmuth Koopmann, mehrere Kriterien für einen Wunschkandidaten aufgestellt: aus der Region, möglichst Parteimitglied und Verwaltungserfahrung zählten dazu. Zwei dieser drei Eigenschaften erfüllt Christian Pundt. Antreten will er bei der Bürgermeisterwahl im Mai, wie er sagt, um eine „nachhaltige Politik für die Menschen“ zu machen. Als Schritte auf dem Weg dahin zählt er das Verbessern der Kommunikation – innerhalb der Verwaltung, aber auch vom Rathaus in die Ratsfraktionen hinein und zu den Menschen hin.

Mehr Versammlungen müsse es geben, auf denen Gemeindeverwaltung und Bürger in einen Dialog treten können, ist der Kandidat überzeugt. Auch wenn er jetzt offiziell von der SPD unterstützt wird, kündigt Pundt an, sich bei allen Parteien vorstellen zu wollen.

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