27.07.2012

Jim Messina, Wahlkämpfer

dpa

WASHINGTON Wer das Weiße Haus verlässt, verliert üblicherweise auch den Zugang zum Präsidenten. Für Jim Messina gilt diese Regel allerdings nicht: Im Januar 2011 gab der heute 41-Jährige seinen Posten als stellvertretender Stabschef von Barack Obama auf, um dessen Wahlkampfmanager zu werden. Das Hauptquartier schlug er in Obamas langjähriger Heimatstadt Chicago auf – erstmals in der jüngeren Geschichte wird somit die Wiederwahlkampagne eines US-Präsidenten von außerhalb Washingtons geleitet. Ziel war es, den Wahlkampf von den alltäglichen politischen Schlachten in der Hauptstadt fernzuhalten, wie Messina der „New York Times“ sagte.

Der 41-Jährige gilt als Logistikexperte. Er koordiniert die Wahlkampfautritte Obamas und die Spendenbeschaffung, außerdem kontrolliert er die Ausgaben und die Kampagnen der Basis zur Wählerregistrierung.

Im Gegensatz zu seinem republikanischen Pendant Matt Rhoades ist Messina aber nicht für alles zuständig. Für die Gestaltung von Obamas Wahlbotschaften zeichnet David Plouffe verantwortlich. Der 45-Jährige ist einer der Berater des Präsidenten im Weißen Haus und hatte die Kampagne 2008 geleitet. Messina war damals im Wahlkampf als Stabschef tätig.

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