Alle Hunde in Niedersachsen künftig mit Chip
Gesetz Vorschriften drastisch verschärft – Halter müssen Eignung nachweisen
von Marco Seng
Hannover - Hundehalter in Niedersachsen müssen sich künftig an strenge Regeln halten. Die CDU/FDP-Landesregierung will das Hundegesetz drastisch verschärfen. So muss für jeden Hund künftig eine Haftpflichtversicherung abgeschlossen werden. Alle Hunde werden mit einem Chip versehen und in einer zentralen Datei registriert. Zudem müssen Hundehalter ihre Eignung für den Umgang mit den Tieren nachweisen.
Das geht nach NWZ-Informationen aus dem Gesetzentwurf des Agrarministeriums zum neuen Hundegesetz hervor. Das Kabinett wird voraussichtlich in der kommenden Woche darüber beraten. Das neue Hundegesetz könnte dann noch vor der Sommerpause vom Landtag beschlossen werden. Niedersachsen reagiert damit auf vermehrte Beißattacken von Hunden.
Ziel des Gesetzes sei es, „Gefahren für die öffentliche Sicherheit noch effektiver vorzubeugen und abzuwehren, die mit dem Halten und Führen von Hunden verbunden sind“, heißt es in dem Gesetzentwurf. Nur wer die erforderliche Sachkunde besitze, dürfe einen Hund halten. Dafür müssen Prüfungen abgelegt werden.
Neu ist vor allem die Kennzeichnungspflicht für Hunde mittels eines Chips und die Verpflichtung, gegenüber einem zentralen Register Angaben über Hund und Halter zu machen. Neu eingeführt wird auch eine Haftpflichtversicherung, mit der Personenschäden mit mindestens 500 000 Euro versichert sein müssen. Als gefährlich eingestufte Hunde darf nicht jeder halten. Für sie gilt außerdem Leinen- oder Maulkorbzwang. Für Verstöße gegen das neue Hundegesetz sind Bußgelder bis zu 10 000 Euro vorgesehen.
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