„Will Dienstwagen nicht privat fahren“
VERWALTUNG In Varel, Bockhorn und Zetel kein Auto nur für Bürgermeister
N CHRIOPH KPMEINERS
[/VORSPAUTOR][AUTOR] - In der Stadt Varel sowie den Gemeinden Bockhorn und Zetel werden mit den Dienstfahrzeugen keine Privatfahrten unternommen. „Ich möchte mit den städtischen Autos gar nicht privat fahren; denn ich will nicht irgendwann jemandem erklären müssen, warum ich das tue“, meint Varels Bürgermeister Gerd-Christian Wagner. Vielmehr gebe es so manche Dienstfahrt, die er mit seinem Pkw mache, aber mangels Zeit gar nicht abrechne.
Die Stadt besitzt sieben Fahrzeuge, zumeist Kleinwagen. „Varel ist Untere Bauaufsichtsbehörde“, erklärt Wagner. „Es gibt viele Außentermine zu erledigen, auch vom Seniorenbeauftragten der Stadt.“ Die Wagen, die nur dienstlich zum Einsatz kämen, stünden allen Mitarbeitern zur Verfügung, auch der Audi, mit dem er meistens fahre.
Bockhorns Bürgermeister Ewald Spiekermann fährt ausschließlich mit seinem privaten Pkw. „Dann muss ich nur meine Dienstfahrten aufschreiben und bin ansonsten flexibel“, erklärt er. Jede Dienstfahrt werde wie überall mit 30 Cent pro Kilometer abgerechnet. In der Gemeindeverwaltung gibt es aber einen Kleinwagen als Dienstfahrzeug, das der Vollziehungsbeamte nutzt. Er sucht säumige Steuerzahler auf und erledigt Zustelldienste.
Die Gemeinde Zetel hat nach Angaben des Ersten Gemeinderates Bernd Hoinke vor einem Jahr einen Kleinwagen gekauft. „Damit sollen auch möglichst alle Mitarbeiter fahren, die dienstlich unterwegs sind“, erklärt er. Das seien 15 Personen. 20 000 Kilometer würden mit dem Pkw im Jahr gefahren, nur dienstlich. Bis vor einem Jahr hätten die Kollegen ihre Privatwagen für den Dienst eingesetzt. Es gebe aber Mitarbeiter, die tagsüber kein Auto zur Verfügung hätten oder mit dem Fahrrad kämen, bei der Arbeit aber mobil sein müssten. Unterm Strich seien die Kosten für die Gemeinde etwa gleich. Lediglich Bürgermeister Heiner Lauxtermann nutze neben dem Gemeindeauto auch seinen Privatwagen als Dienstfahrzeug.
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