„Zweizügig kommt nicht vor Sicherheit“
GRUNDSCHULEN Vertreter der Hafenstraße kritisieren Stadtelternratsvorsitzenden
Varel - Enttäuscht äußern sich Eltern der Grundschule Hafenstraße über den Vorsitzenden des Stadtelternrats, Djure Meinen. Elternratsvorsitzender Gero Demme, die Elternvertreter Wiebke Graff, Sonja Perwas und Marion Sandstede sowie Doris Westermann, Birthe und Thomas Busch als weitere Unterzeichner haben ihre Kritik in einem Brief formuliert, der den Mitgliedern des Stadtelternrats sowie den Mitgliedern des Rates zugegangen ist.
Nach ihren Worten habe Meinen in der Debatte zur Zukunft der Grundschulstandorte seine persönliche Meinung mit seinem Amt als Stadtelternratsvorsitzender vermengt. Meinen hatte die im Arbeitskreis Schulentwicklung diskutierte Schließung der drei kleineren Grundschulstandorte Altjührden, Borgstede und Hafenstraße in einem NWZ-Interview als unumgänglich bezeichnet (die NWZ berichtete). Auch habe Meinen sich nicht in der Schule über das neue Ganztagsangebot und die ersten positiven Erkenntnisse damit erkundigt. Darüber hinaus kritisieren die Eltern, dass Meinen die Frage der Zweizügigkeit einer Schule offenbar höher bewerte als die Schulwegsicherheit. Abgesehen davon hätten weder der Arbeitskreis Schulentwicklung noch der Stadtelternrat eine Position zu den Grundschulstandorten entwickelt.
Stadtelternratsvorsitzender Djure Meinen beklagte die Schärfe des Elternbriefes. Er habe Verständnis für die Eltern, sei jedoch enttäuscht über die persönlichen Angriffe und die (freilich in einem Leserbrief geäußerte) Unterstellung, er verfolge mit seiner Position Eigeninteressen. Interview S.43
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