„Müssen Bürger zum Sparen wachrütteln“
POLITIK Ausschuss diskutiert Beleuchtung
Varel - Mit sechs zu vier Stimmen hat der Ratsausschuss für Bauen, Liegenschaften, Straßen und Verkehr abgelehnt, die Straßenbeleuchtung in Varel nachts wieder einzuschalten. Gleichzeitig kamen die Ratsmitglieder überein, die Anträge von Dangaster Bürgern für eine nächtliche Beleuchtung im Nordseebad und der Deutschen Bahn auf Anpassung der Straßenbeleuchtung bis zum Eintreffen des letzten Zuges gegen null Uhr in den Fraktionen zu diskutieren.
Ansonsten geriet die Debatte über das Für und Wider der nächtlichen Straßenbeleuchtung zu einer Grundsatzdiskussion. Iko Chmielewski (MMW) bezeichnete das Abschalten als falschen Sparansatz. Eine Stadt ohne Licht sei gefährlich. Alfred Müller (SPD) wertete die Entscheidung als „Politik gegen die Bürger“. Die Stadt sollte woanders sparen. Nachts in Dangast das Licht abzuschalten, konterkariere die städtische Wirtschaftsförderung. Das sieht auch Chmielewski so.
Christoph Hinz (Grüne) dagegen warf Müller Populismus vor, wenn er von „Politik gegen die Bürger“ spreche. Wenn die Stadt nicht selber spare, werde sie bald von höherer Stelle zum Sparen gezwungen. Im Übrigen kenne Hinz Leute, die jetzt besser schlafen könnten, weil das Straßenlicht nicht mehr in ihre Wohnung scheine.
Jürgen Rathkamp (CDU) sieht ob des Millionendefizits keine Alternative zum Sparen. Die Bürger von Varel-Land müssten sich von jeher damit arrangieren, dass nicht jede Ecke beleuchtet sei. Ingo Langer (CDU) fühlt sich verpflichtet, die Bürger wachzurütteln, dass gespart werden müsse. „Wenn wir jetzt die Laternen wieder einschalten, bekommen wir kein einziges Sparpaket mehr durch.“
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