Schule ohne Sitzenbleiben
NWZ-BÜRGERFORUM Fraktionsvorsitzende stellen sich Eltern und Lehrern
Gespannt lauschten die Zuhörer im Tivoli den Ausführungen der Experten auf dem Podium zur Zukunft der Vareler Grundschulen. BILDER: CHRISTOPH KOOPMEINERS 
VON TRAUTE BÖRJES-MEINARDUS
Varel - „Zweizügig, möglichst keine Kombiklassen und gut ausgestattet.“ So wünscht sich Varels Bürgermeister Gerd-Christian Wagner eine Grundschule. Spätestens als NWZ-Redaktionsleiter Hans Begerow die Redner auf dem Podium beim NWZ-Bürgerforum nach ihrer Wunsch-Schule fragte, redeten sie Klartext und offenbarten dem Publikum im Tivoli ihre Wunschvorstellungen. Die gingen bei Regierungsschuldirektor Volker Beier sowie den Fraktionsvorsitzenden Iko Chmielewski (MMW), Ilonka Etzold (FDP), Bernd Köhler (SDV), Walter Langer (Grüne), Alfred Müller (SPD) und Peter Tischer (CDU) auseinander.
So wünscht sich Volker Beier „gute, qualifizierte Lehrer mit guten Angeboten“, während sich Bernd Köhler für Varel fünf Grundschulen wünscht, „um vernünftig arbeiten zu können“. Über seine schlechten Erfahrungen mit Kombiklassen berichtete Walter Langer. Er wünscht sich für die eigenen Kinder eine längere Grundschulzeit. Für Alfred Müller ist eine individuelle Förderung der Kinder erstrebenswert und abgeschafft gehört für ihn das Sitzenbleiben. Hier nehme Deutschland eine Sonderstellung ein, in den meisten anderen Ländern gebe es kein Sitzenbleiben.
Iko Chmielewski berichtete von persönlichen Erfahrungen mit Frontalunterricht und offeneren Konzepten. Damit müsse jeder seine eigenen Erfahrungen machen. Eine klare Meinung hat er jedoch zum Thema Kombiklassen. Die sind seiner Ansicht nach nicht erstrebenswert.
Klare Vorstellungen von ihrer Wunsch-Schule hat Ilonka Etzold: „Ich wünsche mir eine Schule, in der Gemeinschaft gelebt wird, im Grundschulbereich mit Lehrern, Kindern und Eltern.“
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