„Nächstes Jahr macht noch mehr Spaß“
AUSBILDUNGSZENTRUM Symbolischer Spatenstich auf dem Gelände des Aeroparks – Fertigstellung im August 2010
Spatenstich für das Ausbildungszentrum bei Schneetreiben unter Zeltdach (von links): Gerd-Christian Wagner, Uwe Fresenborg, Dr. Dieter Meiners, Jörg Kreikenbohm, Thomas Busch, Roger Krüger und Sven Ambrosy. BILD: HANS BEGEROW 
VON HANS BEGEROW
Varel - „Eigentlich brauchten wir Schneeschieber, keinen Spaten“, brachte es Wirtschaftsförderer Torsten Höfer auf den Punkt. Der erste Spatenstich für das Ausbildungszentrum beim Aeropark, direkt vor den Werkstoren des Premium-Aerotec-Werkes, fand bei Schneefall statt. Das trübte die gute Laune der Akteure, allen voran Landrat Sven Ambrosy, nicht. „Ein so schöner Tag“, befand er zu dem Start für das Ausbildungs- und Technologieprojekt.
„In Ausbildung und Qualifikation haben wir Nachholbedarf“, sagte Ambrosy zu den Gründen für das Zentrum, das allen Ausbildungsbetrieben der Metallberufe offen steht. Zusammen mit dem Technologiezentrum, das sich der Verarbeitung des Werkstoffs Titan widmen soll, entstehe ein Leuchtturm für die Region, lobte Premium-Aerotec-Werkleiter Uwe Fresenborg. Eröffnet werden soll das Ausbildungszentrum am 1. August. „Das nächste Jahr wird noch mehr Spaß machen“, versprach Fresenborg. Varels Bürgermeister Gerd-Christian Wagner dankte insbesondere dem Mitarbeiter im Niedersächsischen Wirtschaftsministerium, Roger Krüger, für die Hilfe bei der Bewältigung der bürokratischen Hürden.
Als zukunftsweisendes Projekt würdigte Premium-Aerotec-Gesamtbetriebsratsvorsitzender Thomas Busch das Ausbildungszentrum, das den Standort attraktiv mache. Auch lobte er die Leidenschaft, mit der die Akteure das Vorhaben vorangetrieben hatten.
Landrat Ambrosy erinnerte daran, dass erst vor zwei Wochen der Spatenstich für den Aeropark war, auf dem auch das Ausbildungszentrum entsteht. „Eines der bedeutendsten Industrieunternehmen Deutschlands“ siedelt sich dort an, sagte er zum Bau der Fertigungshallen von Thyssen Krupp Aerospace, wo 120 Arbeitsplätze entstehen. „Das geht in der öffentlichen Diskussion unter“, bedauerte er.
Ausbildung
Das Ausbildungszentrum soll 140 jungen Leuten Platz bieten in den berufen Zerspanungsmechaniker, Industriemechaniker und Mechatroniker. Die Hälfte der Plätze wird durch Premium Aerotec abgedeckt, für den Rest gibt es zahlreiche Interessenten. Es kostet sieben Millionen Euro, davon entfallen auf das Land 90 Prozent, je zehn Prozent entfallen auf Stadt Varel und Landkreis.
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