Merkel lobt Große Koalition

WAHLKAMPF Kanzlerin verteidigt in Oldenburg Hilfen für Banken in der Finanzkrise


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Händeschütteln in Oldenburg: Zur Wahlkampfveranstaltung von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) kamen mehrere Tausend Zuhörer auf den Pferdemarkt. BILD: GEORG KOCH-NEßLER Bild vergrößern

ES GEBE WIEDER „LICHT AM ENDE DES TUNNELS“, BETONTE DIE CDU-VORSITZENDE. EINIGE AUTONOME STÖRTEN DIE REDE.

VON GUNARS REICHENBACHS

Oldenburg - Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat vor einer Zusammenarbeit zwischen SPD und der Linken gewarnt. Die SPD habe sich bei der knappen Wahl von Bundespräsident Horst Köhler im Mai als unsicher erwiesen, sagte Merkel am Freitag bei einem Wahlkampfauftritt in Oldenburg. Auch die rot-rote Landesregierung in Berlin zeige sich in desolater Lage. „Deshalb müssen wir jedes Experiment im Bund verhindern und auf stabile Verhältnisse in Deutschland setzen“.

Die Kanzlerin lobte zugleich die Leistungen der Großen Koalition. Die Regierung habe „die erste Etappe“ in der Finanz- und Wirtschaftskrise gemeistert. Es gebe jetzt „Licht am Ende des Tunnels“.

Merkel verteidigte das Eingreifen des Staates durch Hilfen für die Banken. Das sei notwendig gewesen, damit kleine und große Unternehmen nicht in Turbulenzen geraten oder zusammenbrechen sowie um die Spareinlagen zu sichern. „Das war Hilfe für die Menschen“, rief sie unter dem Beifall von rund 4000 Zuhörern. Sie habe keinerlei Verständnis für Manager, die durch Misswirtschaft ein Desaster angerichtet hätten und millionenschwere Abfindungen kassieren wollten. So könne soziale Marktwirtschaft nicht gelingen.

Die Rede Merkels wurde von Protestrufen ein paar Autonomer begleitet. Sie forderten „Weg mit Hartz IV“ und „Mindestlohn 10 Euro“. Am Ende des Auftritts flogen zwei Eier auf die Bühne. Die Polizei stellte die Personalien von zwei mutmaßlichen Eierwerfern fest. Am Rande der Veranstaltung protestierten mit Traktoren angereiste Milchbauern gegen die Agrarpolitik der Bundesregierung. Auf Transparenten forderten sie faire Preise.

Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) hatte zuvor eine negative Bilanz für die Länder gezogen, in denen Die Linke an der Regierungsarbeit beteiligt war oder ist. In keinem anderen Bundesland sei die Arbeitslosigkeit höher als in Berlin, kritisierte Wulff. Die von Medien als „Teflon-Wahlkampf“ bezeichnete Strategie der CDU verteidigte dagegen der CDU-Vize. Richtig sei, sagte Wulff: „Teflon ist ein wichtiger Werkstoff der Luft- und Raumfahrttechnik. Bei Angela Merkel brennt nichts an.“

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Meinung, S.4


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05.09.2009
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Leserkommentare (2)
never_mind
- 05.09.2009 13:06 Uhr
Hochinteressant wie es für Sie möglich ist "in der Zukunft zu lesen"... Heute ist der 5.9. und sie lesen bereits jetzt den Druck von morgen?

Mag sein dass ein solcher Vorbericht fehlt aber bevor Kritik angebracht ist würde zumindest ich solange warten bis die Redaktionen wieder vollbesetzt sind. Vielleicht ist ja ein Nachbericht oder ähnliches geplant.
RalWiem
- 05.09.2009 12:32 Uhr
Soeben war eine Wahlveranstaltung der Linken mit Ihrem Kandidaten Oskar Lafontaine in OL..Und was lese ich ich heute(6 .9)in der NWZ Rubrik Wahl 09 dazu...NIX!!!Keinerlei Vorab-Info..Einfach totgeschwiegen..Wahrscheinlich waren die Berichte über Frau Merkel wichtiger.Das nenn ich Beeinflußung durch Printmedien .Das Parteibuch der NWZ sieht sicherlich schwarz aus!!
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