Biallas zieht zu Stratmann

Wenn demnächst die Sanierung des Landtags beginnt, müssen Abgeordnete von CDU und SPD den Kammerflügel des Leineschlosses für sechs Monate räumen. Weil Container oder Zelte einigen Politikern nicht ganz angemessen erschienen, hat Landtagspräsident Hermann Dinkla (CDU) jetzt eine originelle Lösung gefunden. Die Abgeordneten aus dem Kammerflügel sollen ins Nebengebäude und verdrängen dort die Hinterbänkler, die künftig in Großraumbüros arbeiten müssen. Dem CDU-Haudegen Hans-Christian Biallas passte das nicht in den Kram. Er sei nicht bereit, Telefon oder Computer zu teilen, erklärte Biallas und drohte mit Dienst nach Vorschrift. Jetzt scheint auch für diesen schwierigen Fall eine Lösung gefunden. Der Cuxhavener hat Asyl bei Wissenschaftsminister Lutz Stratmann (CDU) beantragt. Der habe ja immer ein paar Zimmer frei.



Manchmal zählt auch die gute Absicht, einen Orden bringt sie aber selten ein. Es sei denn man heißt Philipp Rösler und soll den portugiesischen Staatspräsidenten bei einem VW-Besuch in Wolfsburg begleiten. Dazu kam es allerdings nicht, weil der Portugiese kurzfristig absagen musste. Umso überraschter war der FDP-Wirtschaftsminister, als er ein paar Tage später ein Päckchen aus Lissabon auf seinem Schreibtisch vorfand. Inhalt: Ein riesiger Orden und der Hinweis, dass Rösler nun Ritter des Ritterordens des Staates Portugal sei. „Weil ich ihn fast geführt hätte“, schmunzelte der Minister.



Auflösungserscheinungen bei der CDU. Vier Verletzte und andere Termine verhinderten nach Angaben von Kapitän Wittich Schobert die Teilnahme der Fraktion am Fußball-Turnier des Landtags. Weil der einstige Sieger durch Abstinenz glänzte, feierte sich die FDP als beste Koalitionsfraktion – angesichts des letzten Platzes und einer 1:11-Klatsche gegen die Landtagsverwaltung wohl etwas vollmundig. Es gewann übrigens die Verwaltung vor Linken und Grünen. Die SPD wurde Fünfter, hatte mit Fraktionschef Wolfgang Jüttner aber immerhin den Starspieler des Abends auf dem Platz.

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26.03.2009
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