SPD-Ultimatum zur Ämterabgabe läuft
SILBERHOCHZEIT Ex-Minister hat eine Woche Zeit für Entscheidung – Gespräch mit Parteifreunden
Varel - Die Zeit läuft: Wegen der Affäre „Silberhochzeit“ muss jetzt Ex-Minister Karl-Heinz Funke (SPD) erklären, ob er seine kommunalen Ämter niederlegen wird. Dazu hatte ihn die SPD-Friesland in einem Vorstandsbeschluss aufgefordert. „Spätestens in der ersten Januarwoche erwarte ich Funkes Stellungnahme“, sagte SPD-Landesvize Olaf Lies dieser Zeitung.
Die Krisensitzung der friesischen SPD war einberufen worden, weil sich Funke seine private Silberhochzeit im Jahr 2007 mit 8000 Euro vom Wasserverband OOWV sponsern ließ, bei dem er zeitgleich als Vorsteher fungierte. Funke ist noch Mitglied im Vareler Stadtrat und Vorsitzender im Kreistag. Er gehört ferner dem EWE-Aufsichtsrat und anderen Organisationen an, in die der Kreistag Mitglieder entsendet.
Ein Spezial zu der Affäre um Karl-Heinz Funke
Der Ex-Minister lehnt nach seinem Rücktritt als OOWV-Vorsteher bislang weitere Konsequenzen ab. In einem Schreiben an Lies, das dieser Zeitung vorliegt, erhebt Funke zugleich scharfe Vorwürfe an SPD-Parteifreunde. Es werde Wahres, Halbwahres und Unwahres vermengt. Funke: „Urteil und Verurteilung stehen längst fest. (...) In Wirklichkeit gilt die Devise: Er soll weg, wie ist egal“.
Die Debatte um seine Person sei geprägt von „Intrigen, Unterstellungen und Scheinargumenten“. Er habe einen Fehler gemacht, „aber dafür habe ich mich entschuldigt“.
Mit den Vareler SPD-Fraktionsmitgliedern will Funke am heutigen Sonnabend das weitere Vorgehen beraten.
www.NWZonline.de/funke
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Akten im September nach Osnabrück
Die Staatsanwaltschaft Osnabrück rechnet damit, dass die Polizei die Ermittlungsakten in der OOWV-Affäre im September übersendet. „Die Vernehmungen von Mitarbeitern des OOWV sind praktisch abgeschlossen“, sagte Dr. Alexander Retemeyer, Sprecher der Staatsanwaltschaft Osnabrück. Die Vernehmungen der Mitarbeiter fanden regelmäßig mit einem vom Oldenburgisch-Ostfriesischen Wasserverband gestelltenmehr
SPD Friesland will Rebellen loswerden
„Ich bin völlig geplättet“, entfährt es Bernd Köhler. Der Büppeler SPD-Ortsvereinsvorsitzende zählt zu den sechs Vareler Ratsmitgliedern, die jetzt aus der SPD ausgeschlossen werden sollen. Das hat die Schiedskommission der SPD Friesland nach einem Gespräch am Montag in Sande entschieden.
Rechtsmittel angekündigt
Die sechs SPD-Mitglieder Claudia Rohlfs, Rudi Böcker,mehr
OOWV-Affäre: Anklage gegen Funke und Blohm geplant
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30 Mitarbeiter zur Vernehmung
Wochenlang erschütterte die Affäre um den ehemaligen Vorsteher Karl-Heinz Funke und Ex-Geschäftsführer Hans-Peter Blohm Kunden und Mitarbeiter des Oldenburgisch-Ostfriesischen Wasserverbandes (OOWV) – jetzt wird klar, dass die Tatvorwürfe, die man den beiden ehemaligen Spitzenkräften des Verbandes macht, wohl ein Nachspiel vor Gericht haben werden.
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Staatsanwalt will Funke und Blohm anklagen
Die Staatsanwaltschaft Osnabrück will den ehemaligen Vorsteher des Oldenburgisch-Ostfriesischen Wasserverbandes (OOWV), Karl-Heinz Funke (64), in der OOWV-Affäre anklagen. Mitangeklagt würde auch Hans-Peter Blohm, der bis Dezember 2009...mehr






Er hat es immernoch nicht begriffen, dass das, was er und seine Kumpane beim OOWV gemacht haben kein "Versehen" oder nur "ein Fehler" war, sondern eine gezielte, fast professionelle Mogelpackung unter der Überschrift " Wir sind alle unschuldig, die anderen sind die Bösen!"
Jedem Normalverbraucher wird doch klar, dass hier ein klarer Fall eines Amtsmissbrauches vorliegt, der hoffentlich strafrechtliche Konsequenzen für alle daran Beteiligten nach sich ziehen wird.