Basketballer stellen Punktesystem auf den Prüfstand

BEWERTUNG Tagung in Bonn – Sportliche Realität unzureichend dargestellt – Meeks drei Spiele gesperrt


Oldenburg - Der Unmut bei einigen Basketball-Bundesligisten war und ist groß, bei den Fans stieß es teilweise auf Unverständnis: Jetzt steht das Punktesystem, das erst zu Beginn der laufenden Saison im deutschen Basketball eingeführt wurde, wieder auf dem Prüfstand. An diesem Freitag und Sonnabend werden am Rande des Allstarspiels in Bonn die Manager der Bundesligisten und die Vertreter der Basketball-Bundesliga (BBL) darüber sprechen, ob es eine Zukunft hat.

Beklagt wurde vor allem von Mannschaften, die weniger Spiele bestritten hatten, dass ihre sportliche Leistung nicht ausreichend zur Geltung kam. Teams dagegen, die weit weniger Siege hatten einfahren können, jedoch mehr Spiele bestritten hatten, profitierten davon, dass es nicht nur für den Sieg zwei Punkte, sondern schon für das Spielen einen Punkt gibt.

„Wir sind mit dem System nicht zufrieden“, gestand auch Dirk Kaiser, Leiter Kommunikation und Medien der BBL. Vor allem in der ersten Phase der Saison werde die sportliche Leistung nicht entsprechend dargestellt, bekannte er. Das System, der Fiba, dem Dachverband im europäischen Basketball, sei nicht ohne weiteres auf den Bundesligaalltag mit 34 Spielen zu übernehmen, da die europäischen Wettbewerbe kürzer seien.

Gerade während der internationalen Einsätze deutscher Teams käme es zu Spielverlegungen in der Liga, erklärte Kaiser. Ebenso stünden nicht immer alle Hallen zur Verfügung. Dadurch würden einzelne Spieltage auseinander gerissen, was sich auch in Zukunft nicht verhindern lassen werde.

Die BBL wollte mit dem jetzigen System Erfahrungen sammeln. „Jetzt ziehen wir Bilanz und sehen uns nach Alternativen um“, sagte Kaiser. Möglich sei, wieder zum alten System zurückzukehren, oder das System der NBA (Quotient aus gewonnenen und verlorenen Spielen bilden) einzuführen. Allerdings muss der Deutsche Basketball-Bund einer Änderung zustimmen, denn die BBL ist durch den Grundlagenvertrag an ihn gebunden.

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Der Göttinger Michael Meeks, der im Spiel in Oldenburg Baskets-Spieler Marko Scekic mit dem Ellenbogen ins Gesicht geschlagen hatte, wurde für drei Spiele gesperrt und muss 2500 Euro zahlen.

Mehr Infos unter www.NWZonline.de/ewebaskets


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22.01.2010
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