Wilhelmshaven: Größtes Marine-Schiff ist zum ersten Atalanta-Einsatz ausgelaufen
Die Angehörigeeines Besatzungsmitglieds winkt am Sonnabend in Wilhelmshaven dem Einsatzgruppenversorger "Berlin", der Richtung Somalia aufbrach. Bild: ddp 
wilhelmshaven - Das größte Schiff der Deutschen Marine, die „Berlin“, ist am Sonnabend vom Heimatstützpunkt Wilhelmshaven zum Anti-Piraten-Einsatz vor der Küste Somalias ausgelaufen. Der Einsatzgruppenversorger beteiligt sich erstmals an der EU-Operation „Atalanta“.
Die 230-köpfige Besatzung soll am Horn von Afrika die Fregatte „Lübeck“ ablösen. Die „Berlin“ hat laut Marine ein Einsatzrettungszentrum zur medizinischen Versorgung mit den Möglichkeiten eines Kreiskrankenhauses an Bord. Mit dabei sind auch eine Facharztgruppe, ein Rechtsberater, Feldjäger und ein Dolmetscher sowie zwei Bordhubschrauber. Das 174 Meter lange Schiff wurde im April 2001 in Dienst gestellt.
Der Flotteneinsatz „Atalanta“ soll die Seewege sichern, die für die humanitäre Versorgung der somalischen Bevölkerung durch das Welternährungsprogramm wichtig sind. Vor Somalia treiben seit Jahren Piraten ihr Unwesen und kapern immer wieder Schiffe.
„Die „Berlin" geht nicht als Versorger, sondern als Kampfschiff in den Einsatz. Die Versorgung anderer Schiff ist eine Nebenaufgabe“, erklärte Fregattenkapitän Martin Waldmann, der das Kommando hat.
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