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Der Himmel über Berlin war vergangene Woche um eine Attraktion reicher. Über dem Leipziger Platz schwebte am Nachmittag der 24 Meter hohe Heißluftballon aus dem Disney-Pixar-Film "Oben". Die 540 Luftballon-Attrappen drumherum machten den Eindruck, dass sie ein ganzes Haus durch die Luft tragen, das unten am Bllaon befestigt war. So fängt es nämlich an, das animierte Abenteuer des wahrlich reifen Helden Carl Fredericksen, der sich in seinem Rentnerdasein zwar treiben lässt, aber niemals ziellos durch den Himmel schwebt.
So ein Weltuntergang ist eine spektakuläre Sache. Teile der Erde gingen im Kino ja schon einige Male unter. Zum Beispiel das "Erdbeben" von 1974 mit Charlton Heston. Vulkanausbrüche machten Pierce Brosnan ("Dante's Peak") und Tommy Lee Jones ("Volcano") zu schaffen. Morgan Freeman hatte indes mit Wassermassen zu kämpfen ("Hard Rain"). Wer Katastrophenfilme mag, glaubt im Kino schon alles gesehen zu haben. Doch: Er irrt. "2012" zeigt die ultimative Katastrophe, den Untergang aller Zivilisation. Das Ende der Welt.
Der Mensch wird zur wertlosen Sache. Der britische "Arbeiterregisseur" Ken Loach war in seinen Filmen oftmals schlicht und humorlos. Dass er trotzdem noch nicht die Hoffnung aufgegeben hat, beweist er mit seinem neuen Film. Der in Cannes vorgestellte "Looking For Eric" ist eine liebe- und humorvolle Hommage an die britische Arbeiterklasse und an den größten Fußballer, der je bei Manchester United gespielt hat. Bei Loach wird er zum Therapeuten des kleinen Mannes: Eric Cantona.
Der schwedische Regisseur Lasse Hallström verführt das Publikum immer wieder mit seiner unbeschwerten Leichtigkeit. Er inszeniert liebevoll und hat nie Angst vor Sentimentalität. Dies gilt insbesondere für "Hachiko - Eine wunderbare Freundschaft", das Tierdrama, das die große Freundschaft zwischen einem Mann und einem Hund erzählt. Und da der Hund zunächst ein Welpe ist, ist es zumindest um das weibliche Publikum schon in den ersten fünf Minuten des Films geschehen.
Es war ein gewagtes Unterfangen: ein europäischer Animationsfilm, unter Beteiligung von Finnland, Deutschland, Irland und Dänemark - wie sollte der gegenüber US-amerikanischen Budgetriesen von Pixar und Dreamworks bestehen können? Das finnische Anima Vitae-Studio in Helsinki nahm sich der Sache dennoch an: "Niko - Ein Rentier hebt ab" handelt von Freundschaft, dem Glauben an sich selbst und dem magischen Weihnachtszauber, der Wunder geschehen lassen kann.