Hakenkreuze auf Grabsteinen
SCHÄNDUNG Westersteder Polizei gelingt schnelle Festnahme
Westerstede - Nach der Schändung des Jüdischen Friedhofes in Westerstede und der Beschmierung einer Schule, der Stadtbücherei und zweier Autos mit rechtsextremistischen Parolen und Zeichen hat die Polizei in der Ammerländer Kreisstadt drei Tatverdächtige festgenommen. Zwei der 16 bis 20 Jahre alten Männer aus dem Ammerland und aus Hamburg gaben die ihnen zur Last gelegten Taten nach Polizeiangaben zu. In ihrer Westersteder Wohnung fanden die Beamten eine Spraydose. Sie enthält die selbe Lackfarbe, die auf Grabsteinen, Glasscheiben, Gedenktafeln und Hauswänden sichergestellt wurde.
Polizeisprecher Sascha Weiß bestätigte am Freitagnachmittag, dass die jungen Männer bislang nicht durch rechtsextremistische Taten aufgefallen sein sollen.
Westerstedes Bürgermeister Klaus Groß reagierte erleichtert auf die Nachricht vom Fahndungserfolg. „Den Beamten ist es gelungen, wenige Stunden nach diesen verabscheuungswürdigen Taten Verdächtige festzunehmen. Das ist wirklich sehr erfreulich“, betonte Groß.
Nach einer mehrstündigen Vernehmung wurden der 20-Jährige und ein 18-Jähriger wieder auf freien Fuß gesetzt. Der 16-Jährige, der eine Tatbeteiligung bestreitet, muss von seinen Eltern in Westerstede abgeholt und nach Hamburg zurückgebracht werden.
Jüdischen Friedhof geschändet
Auf jüdischem Friedhof Grabsteine umgestoßen
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