Sensoren melden Stürze weiter
FORSCHUNG Wissenschaftler wollen Senioren-Wohnungen sicherer machen
VON MARCO SENG, REDAKTION HANNOVER
Oldenburg/Hannover - Sensoren, die Stürze registrieren, automatische Notrufe und Kühlschränke, die an Einkaufzettel erinnern können: Niedersächsische Wissenschaftler wollen eine neuartige Technologie für Senioren-Wohnungen entwickeln. Ein vom Land finanzierter Forschungsverbund, an dem auch viele Einrichtungen aus dem Nordwesten beteiligt sind, hat jetzt seine Arbeit aufgenommen. Es gehe darum, „die Lebenssituation für ältere Menschen im eigenen Haushalt zu verbessern“, sagte Wissenschaftsminister Lutz Stratmann (CDU) am Freitag in Hannover.
Der Forschungsverbund erhält vom Land Niedersachsen 3,1 Millionen Euro. Rund die Hälfte davon fließt nach Oldenburg. Beteiligt sind das Informatik-Institut Offis, die Universität Oldenburg, das Kompetenzzentrum HörTech, das Fraunhofer Institut für Digitale Medientechnologie sowie die Hochschule Vechta. Sechs neue Arbeitsplätze sollen im Nordwesten entstehen.
In den kommenden drei Jahren wollen Informatiker, Ingenieure, Mediziner und Sozialwissenschaftler fachübergreifend das überwachende System für Senioren-Wohnungen erarbeiten. Die Forscher wollen unter anderem erreichen, dass bei Stürzen in der Wohnung zuverlässig ein Notruf abgesetzt wird. Dafür sollen in der Wohnung verteilte Sensoren sorgen.
„Ältere Menschen sollen lange sicher in der eigenen Wohnung leben können“, sagte Offis-Vorstandschef Wolfgang Nebel. Dieses Netzwerk sei deutschlandweit bislang einmalig. Die Experten rechnen damit, dass das Computer-System in etwa fünf bis zehn Jahren einsatzbereit ist.
www.altersgerechte-
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