„Thema Familie hat Konjunktur“
KINDER Ursula von der Leyen räumt in Oldenburg mit falschen Klischees auf
FRK
Oldenburg - Alle reden von der Krise. Ursula von der Leyen, Bundesfamilienministerin, nicht. „Das Thema Familie hat in Deutschland Konjunktur“, sagte sie am Donnerstag anlässlich der Verleihung des EWE-Medienpreises „Oldenburger Feder“ in Oldenburg.
„Dass im vergangenen Jahr wieder mehr Kinder geboren wurden, werte ich jedoch noch nicht als eine Trendwende. Ich sehe es als einen Vertrauensvorschuss der Mütter und Väter an“, sagte die CDU-Politikerin. In Deutschland gebe es immer noch zu wenige Mütter in Führungspositionen. Noch schlechter stünden in der Statistik nur noch Estland und Zypern da. „Das Thema Kinder und Familie ist hier im Land hochemotional. Und es geht alle etwas an. Rabenmütter, Heimchen am Herd, das sind die Schlagwörter, die Klischees. Doch die Zahlen sprechen für sich. Immer mehr junge Väter nehmen die Elternzeit in Anspruch“, so die Ministerin.
Mütter bräuchten kein schlechtes Gewissen zu haben, wenn sie ihren Beruf ausübten. „Kein Kind leidet in der Kinderbetreuung. Im Gegenteil: Kinder brauchen andere Kinder.“ Außerdem sei diese ein weiterer Schritt zur Integration von Migranten-Kindern schon vor der Schule.
Auch Unternehmen müssten umdenken, forderte von der Leyen. „In der Zukunft werden sie auf gut ausgebildete Frauen auf dem Arbeitsmarkt angewiesen sein. Kinderbetreuung ist da eine gute Investition“, glaubt die Ministerin.
Anschließend gratulierte sie den Preisträgern der „Oldenburger Feder“, die alle mit Beiträgen über die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ins Rennen gegangen waren. Über den ersten Preis freute sich Jutta Hoffritz (Hamburg), der zweite und dritte Preis gingen an Julia Siepmann (Berlin) sowie Catrin Boldebuck und Doris Schneyink (beide Hamburg).
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