Jade-Weser-Port:
Bahn pfeift auf Lärmschutz
VERKEHR Elektrifizierung und Umgehung Sande bei Strecke zum Jade-Weser-Port frühestens 2014
VON MARCO SENG, REDAKTION HANNOVER
Hannover/Oldenburg/Wilhelmshaven - Beim geplanten Ausbau der Bahnstrecke zum Jade-Weser-Port stehen die Signale teilweise wieder auf Rot. Die Deutsche Bahn will die Schienenverbindung zwischen Oldenburg und Wilhelmshaven zwar bis 2012 zweigleisig ausbauen. Lärmschutz, Elektrifizierung und die Ortsumgehung Sande sollen allerdings später kommen. Das geht aus dem neuesten Zeitplan hervor, den die Bahn im Verkehrsausschuss des Landtags präsentierte. Danach ist die Elektrifizierung bis 2014 geplant. Der komplette Ausbau mit Lärmschutz soll bis 2015 folgen.
Die Landtags-Opposition nannte die Pläne inakzeptabel. Der SPD-Abgeordnete Olaf Lies (Sande) forderte eine schnellere Planung beim Lärmschutz. „Seit fünf Jahren macht die Bahn Zusagen, aber es ist nichts passiert“, sagte er der NWZ. Die Grünen nannten die Verzögerungen beim Lärmschutz enttäuschend. Die CDU lobte dagegen den vorgelegten Zeitplan. „Wir nehmen die Sorgen der Menschen vor Ort sehr ernst“, sagte Wirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP). Man werde die Bahn an die Zusage erinnern, „nicht nur die höheren Standards beim Lärmschutz umzusetzen, sondern auch in bestimmten Streckenabschnitten die Maßnahmen, wo möglich, vorzuziehen“.
Im Wilhelmshavener Bauausschuss wurde unterdessen mitgeteilt, dass wegen des Vogelschutzgebietes neben dem Jade-Weser-Port eine zweite Lärmschutzwand gebaut werden müsse. Damit solle die sensible Rohrdommel nicht nur vor dem Bahnlärm, sondern auch vor Autogeräuschen geschützt werden.
NWZ-Spezial: Informationen, Bilder und Videos zum Jade-Weser-Port, dem Jadeport, Jadebay und dem JadeWeserPark.
Bestellen Sie hier ein dreiwöchiges Probeabo der NWZ für 6 Euro.
Fregatte „Bremen“ läuft zu einem NATO-Einsatz aus
Die Fregatte „Bremen“ wird am Montag (6. September) zu einem NATO-Einsatz im Mittelmeer aufbrechen. Wie die Marine am Donnerstag mitteilte, wird das Schiff Wilhelmshaven verlassen, um sich der „Standing NATO Maritime Group 2" anzuschließen.mehr
Kreis Vechta: Auto brennt - 22-jähriger Fahrer stirbt
Ein Todesopfer hat ein schwerer Verkehrsunfall am Donnerstag in Dümmerlohausen (Kreis Vechta) gefordert. Kurz nach 9.15 Uhr hatten Augenzeugen ein in Flammen stehendes Auto auf der vom Olgahafen nach Damme führenden Landesstraße 853 gemeldet.
Der Fahrer, ein 22-Jähriger aus dem Kreis Steinfurt, konnte sich aus dem völlig demolierten Fahrzeug, das zuvor frontal gegen einen Baum geprallt war und dann explosionsartig Feuer gefangen hatte, befreien. Er erlag jedoch innerhalb kürzester...mehr
Stade: Ehefrau erschlagen - Prozessauftakt
Weil er seine schlafende Frau mit einem Hammer erschlagen hat, steht seit Donnerstag ein 63 Jahre alter Mann wegen Mordes vor dem Landgericht Stade. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann vor, im März dieses Jahres die Wehrlosigkeit der 67 Jahre...mehr
Bippen: Hoher Schaden nach Feuer in Gaststätte
Bei einem Brand im Dachgeschoss eines Gaststätten- und Hotelgebäudes in Bippen (Kreis Osnabrück) ist am Donnerstag ein Schaden von mehreren hunderttausend Euro entstanden. Wie die Polizei mitteilte, löste wahrscheinlich ein technischer Defekt das...mehr
56-Jähriger bei Unfall auf
A 28 schwer verletzt
Bei einem Verkehrsunfall auf der Autobahn 28 hat am frühen Donnerstagmorgen ein 56-jähriger Transporterfahrer aus Elisabethfehn schwere Verletzungen erlitten. Wie die Autobahnpolizei dazu mitteilte, war der Mann mit dem Firmenwagen eines...mehr



