Filmteam soll Mädchen zu Prügelei angestiftet haben
Hage - Das Kamerateam einer Doku-Soap soll zwei junge Mädchen im ostfriesischen Hage im Kreis Aurich zu einer Schlägerei angestiftet haben. Klaus Visser von der Staatsanwaltschaft Aurich bestätigte am Freitag, dass gegen vier Mitglieder des Teams ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Anstiftung zur gefährlichen Körperverletzung laufe.
Nach Medienbereichten geht es um die Produktionsgesellschaft "Good Times", die für
den Privatsender ProSieben den "Club der bösen Mädchen" produziert. ProSieben bestätigte, dass gegen Mitglieder des Filmteams ein Ermittlungsverfahren anhängig sei.
Die beiden Mädchen, die zur Tatzeit im vergangenen Jahr 18 und 16 Jahre alt waren, mussten sich in dieser Woche vor dem Kölner Amtsgericht verantworten. Die Ältere wurde zu zehn Monaten auf Bewährung verurteilt. Beide hatten gestanden, bei Aufnahmen für die Fernsehsendung auf einer Kirmes in Hage in Ostfriesland eine andere Jugendliche angegriffen und verletzt zu haben. Das Filmteam habe
sie dazu ermutigt und sie auch mit Alkohol versorgt, sagten sie vor Gericht aus.
Silvia Fahrenkrog-Petersen, die Geschäftsführerin von "Good Times", wies alle Vorwürfe zurück. Nichts davon sei wahr: "Ich verbürge mich dafür." Sie habe selbst vier Kinder, und wenn einer ihrer Mitarbeiter Jugendliche zur Gewalt anstiften oder ihnen Alkohol geben würde, würde sie ihn sofort rauswerfen. Es gebe aber auch gar kein Interesse an solchen Szenen, weil sie im Nachmittagsprogramm gar
nicht gezeigt werden dürften. "Wir stehen dafür, dass wir reales Fernsehen machen", betonte Fahrenkrog-Petersen.
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Man könnte vermuten, dass diese vom Volk am meisten genutzten Informationsquellen „unter einer Decke“ stecken und „heisse“ Informationen, die sie selbst belasten könnten, schlichtweg unter den Teppich kehren. Die Handlungen dieser Sender haben keinen Bildungsauftrag- sie sollen sich nur gut verkaufen.
Ob Sie dabei Jugendliche zu vergleichbaren Taten anregen und einen schlechten Einfluss auf sie ausüben scheint ihnen völlig egal zu sein.
Ein solches Verhalten darf nicht toleriert werden und sollte angemessen geahndet werden.
Die Aussage von Frau Fahrenkrog-Petersen ist eine Lüge- es gibt Beweise, das private und öffentlich-rechtliche Fernsehsender sehr häufig
„Doku-Soaps“ und „Realityshows“ stellen, indem sie Schauspieler dafür einsetzen. In diesem Fall Jugendliche dafür zu ermutigen ist unvorstellbar.
Jeder regt sich über die „saufende Jugend“ und Gewaltbereite Teenager auf und dabei werden derartige Aktionen auch noch von Fernsehsendern unterstützt…
Keine Ahnung, ob was wahres dran ist, aber vorstellen könnte ich es mir schon.
Pro Sieben steht für reales Fernsehen heisst es?
Wie real können diese Shows denn sein, wenn ständig ein Kamerateam drum herum steht.
Also Show ist das doch alles.
Mit "realem Fernsehen" hat es meiner Meinung nach wirklich nicht viel zu tun.
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Der Artikel stand in der Zeitung im August letzten Jahres!
Erstaunlich, wie Aktuell das hier ist... ;-)