Nach schwerem Unfall: Stadt Oldenburg ändert Ampelschaltung

VERKEHR Neue Schaltung an Autobahnauffahrt – Zustand der 14-Jährigen kritisch


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Unfallort: An der Auffahrt zur A 28 wurde am Montagabend eine 14-Jährige von einem Laster überfahren. BILD: HUSMANN Bild vergrößern

VON RAINER DEHMER

Oldenburg - Der schlimme Unfall an der Autobahnauffahrt der Hundsmühler Straße in Oldenburg war am Dienstag Gesprächsthema in der ganzen Stadt. Bei der NWZ meldeten sich zahlreiche Leser, die eine Entschärfung des Gefahrenpunktes forderten. Über das Thema wurde auch im Rathaus diskutiert. Ergebnis: Die Stadt ändert die Ampelschaltung. Nächste Woche sollen die Ampeln so eingestellt werden, dass Rechtsabbieger und Fahrradfahrer nicht mehr zeitgleich Grünlicht erhalten.

Als Folge des Signalumbaus wird allerdings weniger Grünzeit zur Verfügung stehen. Dies führt zu längeren Wartezeiten an der Ampel.

An dem Zustand des am Montagabend überfahrenen Mädchens hat sich unterdessen nichts geändert. Die Schülerin schwebt laut Polizei nach wie vor in Lebensgefahr.

  • Mehr dazu auf NWZonline:
    Bilder von dem Unfall

    Die 14-Jährige war auf dem Radweg der Hundsmühler Straße stadteinwärts gefahren. Beim Überqueren der Auffahrt zur A 28 (Richtung Bremen) wurde sie von einem von rechts kommenden Lastwagen überfahren und etwa 50 Meter mitgeschleift. Radfahrerin und Lkw-Fahrer sollen bei Grünlicht gefahren sein.

    Auffahrt heute gesperrt

    Um den Zusammenstoß genau rekonstruieren zu können, wird die Polizei die Unfallstelle an diesem Mittwoch noch einmal genau ausmessen. Dazu bleibt die Autobahnauffahrt von 14 bis 15.30 Uhr gesperrt.

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    Mit der angekündigten Änderung der Ampelschaltung kommt die Stadt Forderungen der Politik zuvor. SPD und FDP haben am Dienstag eine solche Maßnahme für die nächste Sitzung des Verkehrsausschusses beantragt. „Zwingend erforderlich ist auch ein zusätzliches Blinklicht für die Rechts-Abbieger zur Autobahn. Damit könnte auch die Toter-Winkel-Problematik bei Lastwagen etwas verbessert werden“, sagt Jutta Bohne, Ratsfrau und stellvertretende Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Eversten.

    Für eine geänderte Ampelschaltung spricht sich auch Fahrlehrerin Jana Niemann von der Fahrschule Kaufmann an der Hundsmühler Straße aus. „Das ist eine gefährliche Ecke. Problematisch wird es für die Rechtsabbieger, wenn im Dunkeln Radfahrer ohne Licht auftauchen.“

    Viele Beinaheunfälle

    Nach Meinung von Spediteur Jürgen Poelmeyer stellt sich die Situation an der Auffahrt für die Lkw-Fahrer äußerst kritisch dar. „In dem Bereich können die Fahrer kaum sehen, ob jemand von rechts kommt. Es gibt dort regelmäßig Beinaheunfälle.“


  • FUNKTIONEN
    28.10.2009
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    Leserkommentare (3)
    sherlok
    - 28.10.2009 22:12 Uhr
    Wie ein zusätzliches Blinklicht die toten Winkel eines LKWs ändern soll wird wohl das Geheimnis der Ratsfrau Jutta Bohne bleiben. Die rotfärbung der Querung hat ja auch nichts am toten Winkel geändert([Zynismus]nur das Blut der Opfer fällt nicht mehr so auf [/zynismus]).

    Warum Frau Bohne nicht auf die Idee kommt die Radfahrer aus dem toten Winkel herauszuholen ist mir auch unverständlich.

    P.S. Bevor jemand fragt wie man Radfahrer aus dem toten Winkel (der rechtsabbieger) herausholt: Ganz einfach Radweg weg und Radfahrer dahin wo sie als Fahrzeugführer (Ja, Radfahrer sind auch Fahrzeugführer) hingehören, nämlich auf die Fahrbahn.
    sherlok
    - 28.10.2009 22:02 Uhr
    Zitat Einsatzinfo112:
    Mir fällt an dieser Stelle auf, das der Sonnenschutz der Ampel nach Links gedreht ist. Diese Maßnahme kann ich nicht verstehen denn ich als LKW Fahrer kann nicht sehen ob Fahrradfahrer Grün oder Rot haben.

    Das musst du auch nicht, da diese Signale für dich völlig ohne belang sind. Sie haben nur eine Bedeutung für Fußgänger und Radfahrer. Für dich ist nur die Ampel auf der Fahrbahn gültig und die Regel das Fußgänger und Radfahrer Vorrang vor dir haben.
    Die Unsitte ein (vermeintliches) Rotlicht für Radfahrer in ein eigenes Vorfahrtsrecht umudeuten hat dazu geführt das an dieser Kreuzung (bzw. der Kreuzung Hauptstraße/Hundsmühler Straße) die Sonnenblenden so eingestellt wurden das die KFZ Fahrer nicht mehr erkennen können ob die Fußgänger/Radfahrer Rot oder Grün haben.
    Zitat Einsatzinfo112:
    Das hineintasten ist sehr gefährlich.

    Aber nicht für den LKW Fahrer, denn ich habe noch nie davon gehört das bei so einem Unfall der LKW Fahrer zu Schaden gekommen ist (im Gegensatz zu den Fußgängern/Radfahren). Es ist daher nur logisch das dem stärkeren (und sich fehlverhaltenden) Verkehrsteilnehmer die Lasten auferlegt werden, die zur Entschärfung der Situation notwendig sind.
    Wenn es nicht anders geht wird dort halt das Rechtsabbiegen für KFZ untersagt (die Alternative den Radweg bzw. die Benutzungspflicht abzuschaffen will ja keiner hören bzw. ernst nehemen).

    Man sollte sich in erster Linie überlegen wie man zukünftig Täter abhält jemanden zum Opfer zu machen und nicht was das Opfer alles tun könnte, damit der Täter nicht zum Täter wird.
    Einsatzinfo112
    - 28.10.2009 18:22 Uhr
    Hallo

    Ich fahre regelmäßig die Hundsmühlerstrasse in Richtung Stadtgebiet. Mir fällt an dieser Stelle auf, das der Sonnenschutz der Ampel nach Links gedreht ist. Diese Maßnahme kann ich nicht verstehen denn ich als LKW Fahrer kann nicht sehen ob Fahrradfahrer Grün oder Rot haben. Das hineintasten ist sehr gefährlich. Mehrere Ampeln im Stadtgebiet sind so ausgestattet. Das die Ampeln an der Hundsmühlerstrasse nun umgestellt werden, kann ich nur begrüßen. Ich hoffe das das Mädchen bald wieder besser geht.

    MFG

    Uwe Arndt
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