Koran kontrovers diskutiert
BILDUNG Gruppe der Liebfrauenschule zum Gespräch bei Senatorin Zerrin Dalhoff
Die Schüler hatten sich im Seminarfach „Interkulturelle Kompetenz“ mit dem Thema Integration und Migration befasst. Die Integrationsbeauftragte des Bremer Senats, Zerrin Dalhoff (hinten, 2.v.l.), diskutierte mit den Schülern. BILD: SCHULE 
VON BRITTA V. KRESSIN, VIKTORIA OLDENBURGER UND MARIUS SIBBEL
Bremen/Cloppenburg - Eine spannende Tour haben nun Schüler des Jahrgangs 13 der Liebfrauenschule in Cloppenburg unternommen. Sie besuchten eine Bremer Moschee und trafen anschließend die Integrationsbeauftragte des Bremer Senats für Soziales, Zerrin Dalhoff.
Die Schüler hatten sich im vergangenen Halbjahr im Seminarfach „Interkulturelle Kompetenz“ mit dem Thema Integration und Migration befasst. Die Exkursion zur Neustädter Moschee und das anschließende Gespräch mit Erziehungswissenschaftlerin und Senatorin Zerrin Dalhoff bildete einen praktischen Abschluss der theoretischen Vorarbeit im Unterricht.
Bereits am Morgen gab es in der Moschee, die eher unauffällig in einem Hinterhof liegt, kontroverse Diskussionen über den Islam, die Auslegung des Korans und daraus resultierende Probleme für Beruf und Integration. Darin stellte sich der Islam weniger konservativ dar als landläufig angenommen, sondern zeigte sogar einige Parallelen zum Christen- und Judentum auf. Diese Weltoffenheit wurde in der ehrlichen Diskussion sehr deutlich.
Senatorin Dalhoff beleuchtete das Dunkel der Integrationsproblematik von einer anderen Seite: Anstatt über kulturelle Unterschiede definierte sie die Situation über die psychosoziale Identitätsentwicklung. Dies beinhaltet, dass vor allem junge Migranten oftmals nicht wüssten, welcher Kultur sie angehörten und zusätzlich von anderen in Schubladen gesteckt würden. Deshalb rief sie zu mehr Offenheit und weniger Stereotypisierung auf, damit sich die „Stigmatisierten“ nicht mehr so stark „abkapselten“. Vor allem aber leistete Dalhoff Aufklärungsarbeit zu den Ursachen, die zur aktuellen – alarmierenden – Situation geführt habe. Zudem stellte sie ihr Programm zur Verbesserung der Bildungschance von Migranten vor.
Darüber hinaus wurden Erfahrungen mit Deutschen aus Migrationsmilieus ausgetauscht, um mehr Verständnis zu erzeugen. Hierzu schaffte Dalhoff einen persönlichen Bezug: Sie selbst war vor 45 Jahren mit ihren Eltern ins „Gastarbeiterland“Deutschland immigriert.
Bestellen Sie hier ein dreiwöchiges Probeabo der NWZ für 6 Euro.
Traum vom Kunststudium wird nun wahr
Roman Pakonin hat einen Traum: Seit langem wünscht sich der 24-Jährige, Kunst zu studieren und die Welt der Formen und Farben zu seinem Beruf zu machen. „Schon in der zweiten Klasse fiel den Lehrern seine Begabung auf. In Kunst hatte Roman Pakonin immer eine Eins“, sagt Anja Böckmann vom Pro-Aktiv-Center (PACE) des Caritas-Sozialwerkes in Cloppenburg. Das Abitur hat er seit 2009 in dermehr
Würde ist Thema in der Akademie
Zu einem Vortrags- und Begegnungsnachmittag lädt der Förder- und Freundeskreis psychisch Kranker im Landkreis Cloppenburg am Sonnabend, 4. September, ab 14.30 Uhr in die Katholischen Akademie Stapelfeld. Was ist Würde? Was sind die gesellschaftlichen Voraussetzungen für ein würdevolles Leben? Pfarrer Dr. Marc Röbel wird das Thema aus philosophischer und theologischer Perspektive beleuchten, währendmehr
Helferin im Pflegedienst
In der Volkshochschule Cloppenburg, Altes Stadttor 16, beginnt am Montag, 13. September, 18.30 Uhr ein Lehrgang zur Qualifizierung zur Pflegediensthelferin. Der Unterricht ist montags und mittwochs sowie einmal im Monat am Sonnabend. Im Kursus werden Basisqualifikationen vermittelt. Ein Erste-Hilfe-Lehrgang und ein Praktikum sind eingeschlossen. Der Lehrgang schließt mit dem Zertifikat „Pflegediensthelferin“mehr
Lehrgang für Bestatter
An Mitarbeiter im Bestattungswesen richtet sich ein überregionaler Lehrgang, der am 29. Oktober beim Bildungswerk Cloppenburg startet. Autorin und Fachreferentin Ruthmarijke Smeding aus der Schweiz hat dafür das Konzept in Kooperation mit der Katholischen Akademie in Stapelfeld und dem Bildungswerk Cloppenburg entwickelt.
Kursunterlagen und nähere Infos sind erhältlich sowie Anmeldungen möglichmehr
„Focus“-Räder aus Cloppenburg weiter bei ProTour
Die Fahrradmarke „Focus“ aus dem Cloppenburger Derby Cycle Werk wird auch in der kommenden Saison in der ProTour vertreten sein. Jetzt wurde mit dem russischen Team Katusha ein Dreijahresvertrag als technischer Sponsor für den Bereich Fahrrad unterzeichnet.
Nach mehreren Gesprächen waren sich Focus-Geschäftsführer Mathias Seidler und Katusha-Team-Präsident Andrei Tchmil einig gewordenmehr



