Schüler lernen Verantwortung
REALSCHULE „Buddy-Projekt“ hilft Fünftklässlern bei der Eingewöhnung
Hier geht’s lang: Ein „Buddy“ zeigt den neuen Fünftklässlernan der Realschule den Weg zur richtigen Bushaltestelle. BILD: KERSTIN KEMPERMANN 
VON KERSTIN KEMPERMANN
Friesoythe - Suchende Blicke und Unsicherheit. „Wo fährt mein Bus?“, fragen sich die neuen Fünftklässler an der Realschule in Friesoythe. Die Jungen und Mädchen werden aber nicht allein gelassen. In den ersten Tagen des Schuljahres werden sie von ihren „Buddys“ zur Bushaltestelle gebracht.
Damit auch jeder in den richtigen Bus einsteigt, haben die Zehntklässler, die am „Buddy-Projekt“ teilnehmen, Schilder mit den Fahrtzielen gebastelt und warten in der Pausenhalle auf die Schüler. Die Zehntklässler passen auf, dass an der Bushaltestelle nicht gedrängelt wird. Und da sie teilweise selbst mit den Bussen nach Hause fahren, sind sie auch dann noch Ansprechpartner für die Schulneulinge. Zu erkennen sind die Buddys an ihren Buttons, die sie in den Pausen tragen. Außerdem haben sie sich den Fünftklässlern am ersten Schultag vorgestellt, erzählt Vincent Fuhler, einer der „Buddys“. Seit das Projekt vor drei Jahren gestartet wurde, haben die „Buddys“ immer mehr Aufgaben übernommen. Sie betreuen die jüngeren Schüler bei den Hausaufgaben und sind als Streitschlichter im Einsatz. „Wir sind näher an den Schülern, das hilft bei dieser Aufgabe“, sagen die „Buddys“. Das Wissen, das sie dafür brauchen, bekommen sie von ihren Lehrerinnen Verena Kuper und Christiane Dehmel vermittelt.
Die „Buddys“ haben auch angeregt, dass am Kiosk eine Aufsicht eingeführt wurde. „Die älteren Schüler drängeln sich immer vor. Wir passen auf, dass jeder an die Reihe kommt“, so Lena Höster.
Die über 40 „Buddys“ investieren gern Zeit in ihre Aufgabe. Ob in den Pausen oder nach der Schule, sie helfen. „Man lernt, wie man mit anderen Menschen umgehen soll“, erklärt Olga Ibe, die seit zwei Jahren an dem Projekt teilnimmt. Und auch Lehrerin Christiane Dehmel betont: „Die Schüler lernen, Verantwortung zu übernehmen.“ Das helfe später beim Einstieg ins Berufsleben. Bei ihren Arbeit werden die „Buddys“ von ihren Lehrern unterstützt.
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