„Belastung durch Turbo-Abi“
BILDUNG Schüler protestieren gegen Schulsystem – Spontane Demo am MG
Mit Schildern und Transparenten machten die Schüler des Mariengymnasiums ihrem Unmut Luft. BILD: ULRICH SCHÖNBORN 
VON ULRICH SCHÖNBORN
SCHORTENS - Mehr lernen in kürzerer Zeit – diese Formel kapieren viele Gymnasiasten im Jeverland nicht. Am Mittwoch machten die Schülerinnen und Schüler am Mariengymnasium ihrem Unmut über das vor zwei Jahren eingeführte „Turbo-Abitur“ Luft. Die Schüler sollen die Reifeprüfung künftig nach 12 – und nicht wie bisher nach 13 – Jahren ablegen.
In der großen Pause trafen sich die Schortenser MG-Schüler in der Pausenhalle und auf dem Schulhof und entrollten Transparente und Plakate. „Wie sollen wir gute Leistungen bringen, wenn wir ständig unter Druck stehen“, stand da geschrieben, oder: „Lieber 13 Jahre Schule als 12 Jahre Powerlernen“.
Eine Schülerin hatte auf ihrem Zettel gleich eine ganze Liste von Nachteilen des „Turbo-Abis“ aufgelistet: „Keine Freizeit, zu hoher Leistungsdruck, zu große Klassen, zu lange Schule, Übermüdung, viele Schüler kommen nicht mit, fehlende Konzentration, Lehrer kommen nicht mit dem Stoff durch, nur noch schlechte Noten, Stress“.
Mit der Aktion beteiligten sich die Schüler des MG spontan an einem bundesweiten Streikaufruf, der von der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) unterstützt wurde. Neben der Kritik am Turbo-Abi ging es auch um eine bessere Ausstattung mit Lehrern. „Schülerinnen und Schüler brauchen – ebenso wie die Lehrkräfte – gute Schulen und gute Lernbedingungen. Nur so können Bildungsprozesse gelingen“, sagte Marianne Demmer, Leiterin des GEW-Vorstandsbereichs Schule.
Die Lautsprecher-Durchsage von Schulleiterin Dorothe Levin, dass der Streik von der Schulleitung nicht genehmigt worden sei und die Schüler in ihrer Klassen zurückkehren sollen, wurde zunächst mit Buh-Rufen quittiert. Doch dann löste sich die Schülerdemonstration relativ schnell auf.
Levin bot den Schülern Gespräche über eine Veranstaltung an, in der die Themen in Ruhe diskutiert werden können. Sie habe Verständnis für die Argumente der Schüler, sagte sie im Gespräch mit der NWZ. Sie habe aber auch den Eindruck, dass gerade das Thema „Abitur nach 12 Jahren“ in Niedersachsen aufgebauscht werde. „Es gibt andere Bundesländer, in denen das so genannte Turbo-Abitur schon länger mit Erfolg praktiziert wird.“
Geldscheine regnen auf Frau hernieder
Eine 59-jährige Frau hat am Donnerstagvormittag im Bockhorn, Landkreis Friesland, urplötzlich in einem Geldscheinregen gestanden. Ein vorbeifahrendes Auto hatte aus einem verlorenem Portemonnaie auf der Fahrbahn die Geldscheine in einer Gesamthöhe von etwa 500 Euro aufgewirbelt und auf die Frau hernieder regnen lassen. Die ehrliche Frau sammelte die Geldscheine und das Portemonnaie ein und brachtemehr
Quecksilber-Unfall: Sporthalle in Schortens kurzfristig geschlossen
Sofort reagiert hat der Landkreis als Schulträger auf einen Quecksilber-Unfall am Donnerstag in der Sporthalle der Hauptschule Schortens: Ein Schüler hatte verbotenerweise einen Behälter mit Quecksilber in die Umkleidekabine gebracht, der dort zu Bruch ging. Verletzte gibt es nach derzeitigem Stand nicht, Eltern und Schüler sollten aber unbedingt auf Symptome achten.
Die Sporthalle der Hauptschulemehr
Spiel, Spaß und Musik rund um den Kirchturm
Am Sonntag, 5. September, findet in St. Marien in Jever das diesjährige Gemeindefest der katholischen Kirchengemeinde St. Benedikt statt. Erstmalig wird es in diesem Jahr vom neuen Ortsrat organisiert, der sich im Frühjahr neu zusammengesetzt hat. Da in dem Rat alle Altersgruppen vertreten sind, ist ein buntes Programm für Jung und Alt zusammengestellt worden.
Das Fest beginnt um 9.30mehr
Rotarier packen Überlebenskisten für Pakistan
Der Rotary-Club Varel-Friesland will zum Weinfest in Varel Spenden für die Flutopfer in Pakistan sammeln. Mehr als 20 Millionen Menschen sind in Not geraten. Fast fünf Millionen seien durch die Katastrophe obdachlos geworden, so der Rotary-Club, der zum Weinfest am Freitag, 3. September (17 bis 24 Uhr), und Sonnabend, 4. September (12 bis 24 Uhr; jeweils Kleine Straße), über seine Hilfsaktion informiertmehr
Stelldichein der Volkstänzer
Nach mehr als 40 Jahren trifft sich der Danzkring im Heimatbund für niederdeutsche Kultur „De Spieker“ am Sonntag, 5. September, wieder auf Wangerooge. Ratsmitglied Detlef Schulz, Vertreter Wangerooges beim „Spieker“, hatte sich intensiv dafür eingesetzt, die Tänzer auf die Insel zu holen. Organisiert wird der Danzkringdag von der Volkstanzgruppe und der Kindervolkstanzgruppemehr




