Die Mittagsflut setzt neue Maßstäbe
KÜSTENSCHUTZ Orkanflut sorgt für Rekordwasserstand – Flutmarken am Siel werden überspült
VON HANS BEGEROW
Dangast - Höher als erwartet ist das Mittaghochwasser am Freitag auf die Deiche und Küstenschutzbauwerke zwischen Dangast und der Vareler Schleuse getroffen. Das Hochwasser überspülte gegen 12 Uhr sogar die historischen Flutmarken am Dangaster Siel, die an die Orkanfluten vergangener Zeiten erinnern. Einer war gerade erst gesetzt worden: Der Flutstein, der an die Allerheiligenflut vom 1. November 2006 erinnert. Auch er, der immerhin einen Rekordwasserstand von 5,30 Meter anzeigt, wurde kurzzeitig überspült.
Zu größeren Schäden ist es nach bisherigen Kenntnissen nicht gekommen. Allerdings schwamm ein Müllcontainer auf der Hafenweide auf. Ob er Schäden anrichtete, war bis zum Redaktionsschluss dieser Ausgabe nicht bekannt. Anders als die „spontane“ Allerheiligenflut 2006 waren die Behörden und Küstenbewohner alarmiert. Überflutet war der Höftdeich am Dangaster Hafen, ordentliche Brecher klatschten gegen die Strandmauer beim Kurhaus, auch der Parkplatz des Meerwasserquellbades war überflutet (siehe Bericht unten). Hunderte von Schaulustigen waren nach Dangast gekommen, um sich das Naturschauspiel nicht entgehen zu lassen. Einige Pkw parkten indes in der Zufahrt und dem Wendehammer zum Dangaster Hafen, der mit Dammbalken abgesperrt war – eine Zufahrt, die eigentlich der Küstenwehr und den Behörden dient. Im Binnenland hatte der Sturm nach Polizeiangaben keine gravierende Schäden angerichtet.
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