SPD legt die Axt wieder weg

UMWELT Sozialdemokraten sprechen sich nun doch wieder für Erhalt der Birken aus


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Die Birken an der Bürgermeister-Osterloh-Straße in Büppel tragen auch im nächsten Jahr wieder Blätter; denn sie werden nun doch nicht gefällt. BILD: CHRISTOPH KOOPMEINERS Bild vergrößern

DIE BIRKEN SIND RUND 30 JAHRE ALT. SIE KÖNNEN AN DIE 65 JAHRE ALT WERDEN. DIE BÄUME BEFINDEN SICH LAUT STADT IN GUTEM ZUSTAND.

VON CHRISTOPH KOOPMEINERS

Varel - Die Birken in Büppel werden doch nicht gefällt. Die SPD-Mehrheitsfraktion im Vareler Stadtrat hat ihre Position noch einmal überdacht und plädiert jetzt dafür, die 15 Bäume an der Bürgermeister-Osterloh-Straße stehenzulassen. Das erklärte Fraktionsvorsitzender Alfred Müller am Sonnabend gegenüber der NWZ. Grund für die Umkehr sei die neue Haltung der Dorfgemeinschaft Büppel, die sich nun auch für den Erhalt der Birken ausspricht.

Im jüngsten Straßen- und Verkehrsausschuss hatte die SPD-Mehrheit den Antrag der Bürgerinititative aus Büppel, die 605 Unterschriften für den Erhalt der Birken vorgelegt hatte, abgelehnt und damit das Votum aus dem Frühjahr bestätigt. Danach sollten die Bäume Stück für Stück gefällt und gegen andere ersetzt werden.

Damit hatte sich auch die Dorfgemeinschaft einverstanden erklärt, obwohl sie immer davon sprach, dass die Birken ortsbildprägend seien. Ihre Meinung geändert hat Dorfgemeinschaft, als die 605 Unterschriften von der SPD-Mehrheit keine Berücksichtung fanden, im Gegensatz zu denen der 18 Anlieger zum Fällen der Bäume.

„Es hat sich gelohnt, für die Birken zu kämpfen.“ So hat Ursula Golder von der Bürgerinitiative auf die Nachricht reagiert, dass die Bäume nun doch erhalten bleiben. „Wir sind zufrieden und glücklich.“

Renate Vortanz, die Vorsitzende der Dorfgemeinschaft Büppel, freut sich ebenfalls, dass die Birken weiterhin das Ortsbild prägen. „Die Bürger haben sich eingemischt, und das ist sehr positiv für unsere Demokratie.“

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CDU, FDP, MMW und Grüne hatten sich stets dagegen ausgesprochen, die Birken zu fällen. Ausnahme: Ein Grüner Ratherr hatte beim ersten Mal aus pollenallergischen Gründen dafür gestimmt. Vor kurzem enthielt er sich der Stimme, weil die Kosten alleine zulasten der Stadt gingen.


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01.12.2008
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