Schiebenscheeten hat seinen festen Platz
TRADITION Familie Hellbusch ist dem Schützenwesen eng verbunden – Oberst einst selbst Kinderkönig
Die Freude über die Kinderkönigswürde von Hans-Peter Hellbusch (vorne, Mitte) teilten 1956 u.a. auch die Brüder Klaus (r.), drei Jahre später dann selbst Kinderkönig, sowie Heinz (2.v.l.), 1999 Bürgerschützenkönig. 
VON ASTRID KRETZER
Harpstedt - „1955, als Heinrich Hugo Korporal im III. Rott war, habe ich begeistert daneben gestanden. Wir haben schon als Kinder immer am Holzplatz gestanden und den Erwachsenen beim Feiern zugeschaut und sind nebenher gelaufen, wenn sie marschiert sind.“ Das Bürgerschützenfest hat in der Familie Hellbusch seinen festen Platz, seit die Familie 1938 in den Flecken zog. Nicht nur für Hans-Peter Hellbusch, inzwischen Oberst der Bürgerschützen, sondern auch für Geschwister und Angehörige.
„Wenn man 18 ist, macht man Schützenfest mit. Das war für uns klar“, blickt Hans-Peter Hellbusch auf seine Jugendzeit zurück. Vater Wilhelm hatte es vorgemacht: Als stellvertretender Korporal war er über Jahre Helfer und Schreiber des Korporals. Ein Vorbild für seine Söhne: Wilhelm, der älteste, kümmerte sich mehr als zwei Jahrzehnte als „Utschenker“ ums III. Rott. Ob beim Anmelden der Bürgerschützen beim Korporal, bei der Ausbildung oder beim Strafgericht: Der Helfer des Korporals war an vielen Stationen mit gut Gekühltem zur Stelle. Auch Bruder Heinz Hellbusch trat in die Fußstapfen des Vaters und nahm 1991 den Spieß des Korporals im IV. Rott in die Hand. Acht Jahre später konnte er sich gar als Bürgerschützenkönig feiern lassen.
Nicht das einzige Mal, dass die Familie eine Königskette bejubeln durfte: 1956 errang Hans-Peter Hellbusch als Zwölfjähriger die Kinderkönigswürde. Diesem ersten Eintrag des Familiennamens „Hellbusch“ in die Liste der Kinderkönige folgten weitere: Drei Jahre später gelang Bruder Klaus der große Treffer beim Kinderkönigsschießen. Dass er heute in Gummersbach lebt, ist für die ehemalige Kindermajestät kein Grund, das Schiebenscheeten hinter sich zu lassen: „Klaus kommt alle paar Jahre und macht das Schützenfest mit. Das ist ihm ein großes Anliegen“, weiß Hans-Peter Hellbusch. Auch beim diesjährigen Jubiläums-Bürgerschützenfest vom 1. bis 7. Juni werde er dabei sein. Dann feiert der Gummersbacher auch ein persönliches Jubiläum: Genau vor 50 Jahren bestieg er den Thron beim Schützennachwuchs. Wobei hier inzwischen längst die nächste Generation der Familie ins Blickfeld rückte: Mit Ilka (1992) und im Jahr darauf Christina Hellbusch (1993) reihten sich auch die Töchter des Obersts in die
Riege der Kindermajestäten ein. – Das Schützenfest hatte seinen festen Platz auch wieder beim Nachwuchs. Und bei Verwandten: 1973 konnte sich Helmut Fassauer, Ehemann von Hellbuschs Schwester Christa, als Bürgerschützenkönig feiern lassen.
Nach dem Kinderkönigstitel auch Schützenkönig zu werden, blieb Hans-Peter Hellbusch verwehrt, obschon er „zweimal ganz dicht dran“ war und seit dem 18. Geburtstag „kein Jahr“ fehlte beim Schiebenscheeten. Stattdessen führte sein Weg ins Offizierskorps und dort bis an die Spitze: 1980 wurde er Offizier. Gerade 17 Jahre im Offizierskorps, rückte Hellbusch, bedingt durchs Ausscheiden dienstälterer Offiziere, 1997 zum Oberst auf. „Ich habe nie gedacht, dass ich die Funktion mal übernehme“, blickt er zurück. Doch die Verantwortung scheute er nicht: „Wenn ich etwas mache, mache ich es konsequent.“ Freilich: „Die Aufgabe, Oberst zu sein, könnte ich nicht schon zwölf Jahre erfüllen, würde mich meine Frau Ingrid nicht tatkräftig unterstützen.“
Verbundenheit mit Schießsport und Schützenwesen bekam der heutige Oberst in die Wiege gelegt. „Mein Vater hat es vorgelebt, er war – wie schon mein Großvater – immer in Schießsportgemeinschaften und im Vereinswesen aktiv. Das prägt: Meine ganze Familie ist eine, die in vielen Gemeinschaften mitwirkt.“ Übrigens auch Bruder Dieter Hellbusch: Der ist in seiner Heimatstadt Wildeshausen in der Schützengilde als Oberstleutnant und Adjutant des Generals in erster Reihe aktiv, 1974 war er Schaffer geworden. Keine Frage also: Zu Pfingsten wird in der Familie Hellbusch gefeiert.
Bestellen Sie hier ein dreiwöchiges Probeabo der NWZ für 6 Euro.
Feuerwehrkameraden schnuppern Seeluft
Bremerhaven war das Ziel eines Tagesausflugs der Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Colnrade und ihrer Partnerinnen. Nach einer unterhaltsamen Stadtrundfahrt stand der Rest des Tages zur freien Verfügung. Während einige Teilnehmer das deutsche Auswandererhaus besichtigten, besuchten andere Ausflügler die Sail 2010. „Alle Teilnehmer zeigten sich beeindruckt von der Vielzahl an stattlichen Großseglern,mehr
Colnrader Dorfkern verwandelt sich in Marktmeile
Ein Dorf als großes Marktgelände, über das tausende von Schnäppchenjäger bummeln: So soll es auch in diesem Jahr am 3. Oktober in Colnrade aussehen. Die Vorbereitungen für die 14. Auflage des Colnrader Hökermarktes laufen auf Hochtouren: Anfang der Woche ist die Anmeldefrist für Anbieter abgelaufen. „Alle zur Verfügung stehenden Plätze sind vergeben“, berichtet Carsten Lüllmann von dermehr
Grundschüler „mischen mit“ und „helfen mit“
„Wir mischen mit! Wir helfen mit!“ steht auf den Urkunden, die Dritt- und Viertklässler der Grundschule Harpstedt am Mittwoch nach einem gemeinsamen Seminar im Kultur- und Tagungshaus „Mikado“ in Horstedt stolz entgegennahmen. Zwei Tage lang hatten sich die Klassensprecher der 3. und 4. Klassen sowie Streitschlichter aus den 4. Klassen unter Anleitung der SV-Beraterinnen Barbaramehr
20 Mannschaften ermitteln den Fleckenmeister
Die Vorbereitungen für die 5. „Offene Fleckenmeisterschaft“ der HTB-Fußballsparte am Sonnabend, 4. September, laufen auf Hochtouren; am Montag traf sich das Organisationskomitee, um letzte noch offene Punkte zu beraten. 20 Teams aus Harpstedt und Umgebung haben sich laut HTB bereits zu dem Kleinfeldturnier auf dem Schulsportplatz angemeldet. „Darunter viele alte Bekannte aus dem vergangenenmehr
Angler-Einsatz am Eschenbach prämiert
Hohe Anerkennung für ein erfolgreiches Renaturierungsprojekt am Eschenbach in Horstedt: Der Angelsportverein Harpstedt ist beim Niedersächsischen Gewässerwettbewerb „Bach im Fluss“ mit einem Preis – dotiert mit 1000 Euro – ausgezeichnet worden. Das teilte am Mittwoch das Landesministerium für Umwelt und Klimaschutz in Hannover mit. Insgesamt wurden acht Vereine und Kommunenmehr



