Schräge Töne ausdrücklich erwünscht
LERNEN Tag der offenen Tür in Außenstelle der Musikschule
Interessierte jeden Alters hatten in der Musikschule Gelegenheit, ein Instrument auszuprobieren. BILD: JOHANNSMANN 
Hude - Schräge Cello-Töne, Gitarrenklänge, Klavierklimpern. Instrumente anschauen, anfassen und ausprobieren war ausdrücklich erwünscht. Und diese Gelegenheit nahmen eine Menge kleine und große Besucher wahr.
Mit einem Tag der offenen Tür präsentierte sich die Musikschule des Landkreises Oldenburg in der Außenstelle Hohelucht der Peter-Ustinov-Schule. Hans-Hermann Schweers vom Freundeskreis der Musikschule begrüßte jeden Besucher persönlich und freute sich über das lebhafte Interesse der Huder.
In vier Klassenzimmern stellten die Musiklehrer sich und ihre Instrumente vor und ließen die Besucher auch einmal selbst „Hand anlegen“. Sie informierten umfassend über den außerschulischen Musikunterricht, der für alle Alters- und Interessengruppen angeboten wird. Die Palette reicht von der musikalischen Früherziehung für Vorschulkinder über eine breite Auswahl an Instrumental- und Gesangsunterricht bis hin zu einer Vielzahl von Musiziermöglichkeiten in Spielkreisen, Kammermusikgruppen, Ensembles und Bands. Das Unterrichtsangebot ist differenziert und berücksichtigt insbesondere die unterschiedlichen Interessen der Schülerinnen und Schüler.
Ulrich Meyer unterrichtet in Hude schon seit vielen Jahren Gitarre und Blockflöte. Neu im Team ist indes Christiane Rudolph, die Cello-Unterricht anbietet. Klavierunterricht erteilt Ichiro Asanuma, Silke Mundt-Küster ist nach kurzer Babypause wieder aktiv und zeigt den Schülern, wie die Violine gespielt wird. Bei Joni Alessander Prochnow wird es lauter – bei ihm können Interessierte Posaune-Spielen lernen.
Für Unschlüssige bietet die Musikschule Schnupperkurse an. Dort werden kostenlos Instrumente zur Verfügung gestellt. Für Erwachsene, die beruflich stark eingebunden sind, besteht die Möglichkeit, Gutscheine zu erwerben und dann mit dem Lehrer zeitlich individuelle Zeiten abzusprechen.
Mehr Infos unter
www.musikschule-lk-oldenburg.de
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„Müssen viel und offen miteinander reden“
„Ich bin ziemlich tief ins Wasser geworfen worden“, zieht Carsten Harings sein Fazit gleich zu Anfang des Gesprächs. 100 Tage ist er als Erster Kreisrat im Landkreis Oldenburg im Amt, vom ersten Tag an musste er gleich den Landrat vertreten. Zu Gast im Huder Rathaus hat Harings am Mittwoch mit Bürgermeister Axel Jahnz über seine Erfahrungen und die Entwicklungen in der Gemeinde Hude gesprochenmehr
Training für den „Schlabbermuskel“
Beinpresse, Hyperextension, Scottcurlbank - besonders vertrauenerweckend klingen die Namen der Geräte im TV-Fitnessstudio in Hude nicht gerade. Die sieben Damen des Landfrauenvereins Wüsting lassen sich davon allerdings nicht beeindrucken. Geduldig und interessiert hören sie sich an, wie Studioleiterin Steffi Koch und Mitarbeiter Leon Zdarsky reihum die Funktionen der Geräte erklären und vorführen.
Für die Damen ist es eine Premiere. So etwas hatten sie bislang noch nicht gemacht. „Wir haben uns gedacht, viele Frauen gehen nicht allein ins Fitnessstudio, sondern mit Frauen, die sie kennen“, erklärt Lore Spreen die Idee hinter der Aktion.
Radfahren als Einstieg
„Es geht ums Ausprobieren“, sagt Lore Spreen. „Wir machen das aus Spaß an der Freude.“ Aber nicht nur: Fit bleiben, etwas für die Gesundheit tun, Muskeln aufbauen, auch das sei wichtig, sagen ihre Freundinnen.
Zunächst ist aber Radeln angesagt. Als die Gruppe auf den Fahrrädern sitzt, schaut Steffi Koch zufrieden in die Runde: „Alles bewegt sich.“ Noch hält sich die Arbeit in Grenzen, für die meisten der Damen gehört Radfahren zum Alltag.
Wild drauflos trainiert wird nicht: Steffi Koch und Leon Zdarsky nehmen Rücksicht auf Rücken- oder Hüftprobleme, alles geschieht unter Anleitung und Aufsicht. „Wir geben jedem, was zu ihm passt.“ Das Studio ist auf Gesundheits- und Präventionssport spezialisiert.
Dann geht es los: Gegen krumme Haltung durch zu viel Büroarbeit gibt es den „Reverse Butterfly“, auch Bizeps, Beine oder Bauch werden an eigenen Geräten trainiert. Die Landfrauengruppe nimmt es locker und lässt es sanft angehen. Gewichte werden bewegt, auf „halben Bällen“ wird lächelnd balanciert.
Klassische Frauenübung
Besonderen Wert legt Steffi Koch auf das Training des „Schlabbermuskels“, wie sie den Trizeps mit einem Augenzwinkern nennt. „Das ist die klassische Übung, die jede Frau machen möchte“, sagt sie. „Männer sind mehr am Aufbau ihrer Brustmuskulatur interessiert.“ Also trainieren die Damen den Trizeps, angefeuert von Steffi Koch: „Da geht aber noch ein Gewicht“, sagt sie - und tatsächlich: Es geht noch eines.
Sorge um Muskelkater haben die Damen nicht, und wenn sich eine der Frauen um die klischeehaften baumstammdicken Arme und Beine der Bodybuilder Gedanken machen sollte, wird sie ebenfalls von Steffi Koch beruhigt: „Wie Popeye geht hier keiner raus, keine Sorge.“ Das brauche ewig und gehe nicht von heute auf morgen. Die Muskeln gewöhnen sich aber an die Arbeit. Beim nächsten Mal wären schon mehr Gewichte und längere Trainingszeiten an den Geräten nötig.
Gelohnt hat sich die Aktion in Hude am Ende nicht nur für die Muskeln. Auch die Damen des Landfrauenvereins Wüsting sind zufrieden mit dem Besuch im Huder Fitnessstudio. Die Wangen sind etwas röter, und die Damen um eine Erfahrung reicher.
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