„Holen Uni aufs Dorf“
HOF OBERLETHE 1000 Teilnehmer auf Suche nach Erleuchtung
KAL
OBERLETHE - „Celebrate Live“, also „das Leben feiern“. Unter diesem Titel fand in den vergangenen Tagen ein zehntägiges Festival auf dem Hof Oberlethe statt. Initiiert vom spirituellen Lehrer Thomas Hübl ist „Sharing the Presence“ ein Feld, das Präsenz, Wachheit, Liebe und Mitgefühl in der Welt fördert.
Bei dem alljährlichen Festival handelt es sich um eines der Hauptevents der Bewegung. So wundert es nicht, dass mehr als 1000 Teilnehmer ihren Weg nach Oberlethe gefunden hatten. Weite Anreisewege aus Portugal, Spanien, Österreich und der Schweiz stellten offenbar kein großes Problem dar, ebenso wenig wie sprachliche Barrieren: Für das Hauptevent, ein Live-Interview mit dem amerikanischen Autor und Philosophen Ken Wilber, wurde auf Übersetzer zurückgegriffen.
Fest der Superlative
Das laut Veranstalter Non-Profit-Event, mit dessen Einkünften wohltätige Projekte gefördert werden, ist in jeder Hinsicht ein Fest der Superlative. Insgesamt traten mehr als 40 Künstler und Referenten auf. Alleine der hohe Anspruch und die große Anzahl der Gäste forderten den Organisatoren vieles ab. „Gerade beim Essen achten unsere Gäste auf höchste Qualität. Wir bereiten alles frisch und nur vegetarisch zu. Die ganzen zehn Tage für Hunderte von Besuchern“, berichtet Harald Cordes beim abendlichen Rundgang durch die Zeltstadt rund um den eigenen Badesee. Selbst an die Kinder der Besucher wurde gedacht: Für diese wurde eine Betreuung so organisiert, dass jeder Gast an den gewünschten Seminaren teilnehmen konnte. „Wir holen die Uni aufs Land. Das, was bei uns abgeht, sind Ferien auf akademisch allerhöchstem Niveau“, ist Cordes zufrieden. Mit dem Kauf des Hofes und dem Umbau zu einem Seminarzentrum hat er sich einen Traum erfüllt. Inzwischen ist der Hof zu
einem spirituellen Zentrums im Nordwesten Deutschlands geworden. Hier finden ganzjährig Seminare, Heilfasten und Workshops statt.
Vorbereitung läuft schon
Höhepunkt des Festivals war, wie erwähnt, eine Liveschaltung via Internet, in der Thomas Hübl mit Ken Wilber diskutierte. Für die Veranstalter und die mehr als 60 freiwilligen Helfer gibt es auch nach dem Ende der Seminartage noch viel zu tun. Die Organisation nimmt ein Jahr Zeit in Anspruch, so dass jetzt schon die ersten Fäden für das Festival im kommenden Jahr gezogen werden.
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