Finanzamt legt nochmals zu

BILANZ 600 Millionen Euro Steuereinnahmen – 14 000 Pendlerpauschalen


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Helmut Dornieden legte die Bilanz für 2008 vor. BILD: BODO MEIER Bild vergrößern

ES GIBT ERSTE HINWEISE AUF EINE MÖGLICHE KONJUNKTURDELLE: DIE EINNAHMEN GEHEN ZURÜCK.

VON BODO MEIER

Vechta - „Wer bis Ostern keine Nachricht von seinem Finanzamt über die Pendlerpauschale 2007 bekommen hat, sollte sich nochmals an sein Finanzamt wenden.“ Diesen Rat gab Helmut Dornieden, Vorsteher des Finanzamts Vechta, am Donnerstag seinen „Kunden“. Allein in seinem Zuständigkeitsbereich, zu dem neben dem Landkreis Vechta auch die Kommunen Dötlingen, Wildeshausen und Großenkneten im Landkreis Oldenburg gehören, gehe es um 14 000 Fälle.

Nach Ostern melden

Diese werden automatisch bearbeitet und der Bescheid komme mit der Post. Auch denjenigen, die für die ersten 20 Kilometer keine Pendlerpauschale in der Steuererklärung geltend gemacht hatten, rät Dornieden, sich zu melden.

Im Fall der Arbeitszimmer, deren steuerliche Absetzbarkeit derzeit von den Finanzämtern abgelehnt wird, rät sein Vertreter Adrian Menke zum Einspruch und die höchstrichterliche Entscheidung abzuwarten. Anderenfalls könnte der Steuerzahler bei einem entsprechenden Urteil leer ausgehen.

Das Finanzamt Vechta legte 2008 nochmals zu und erzielte mit knapp 600 Millionen Euro an Einnahmen 7,5 Prozent mehr als im Vorjahr, so Dornieden. Landesweit stieg das Steueraufkommen um 1,6 Prozent. In Niedersachsen liegt Vechta damit auf Rang zehn der 57 Festsetzungsfinanzämtern. Mit dem Ausspruch „Alles Schnee von gestern“ ging der Amtsvorsteher auf die aktuellen Zahlen von Januar und Februar ein. Zwar ließen die Zuwächse bei der Lohnsteuer noch keinen Hinweis auf geringere Beschäftigung zu. Verglichen mit den Zahlen aus 2008 gingen die gesamten Steuereinnahmen im Januar um 2,5 Millionen Euro und im Februar um zehn Millionen Euro zurück. „Das kann ein Hinweis auf eine Delle in der Konjunktur sein, muss es aber nicht“, resümiert Dornieden. In Vechta habe es immer schon starke Ausschläge bei den Steuereinnahmen gegeben.

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Gute Chancen

Für den kommenden Abiturjahrgang sieht er gute Aussichten. Hinsichtlich des doppelten Jahrganges im Sommer 2011 werde das Finanzamt Vechta vermehrt Ausbildungsplätze zur Verfügung stellen. Derzeit hat das Haus 306 Beschäftigte. In Ausbildung befinden sich im höheren Dienst ein Regierungsassessor und jeweils vier Anwärterinnen und Anwärter im gehobenen und mittleren Dienst.


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13.03.2009
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