Juliane Werding spricht mit Petrus

KULTUR Sängerin liest vor 80 Gästen fiktive Gespräche mit biblischen Gestalten vor


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Lesen aus biblischen Interviews: Juliane Werding (links) und Uwe Birnstein (rechts). BILD: G. SCHMID Bild vergrößern

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Strückhausen - Die Haare sind immer noch so lang, die Stimme hat immer noch dieses rauchige Timbre, aber die Jahre sind ins Land gegangen, und seit „Conny Kramer“ ist auch Juliane Werding etwas älter geworden. Doch noch heute hat sie eine besondere Ausstrahlung, wenn sie eine Bühne betritt. Davon konnten sich bei der Kunst-im-Kirchdorf-Veranstaltung am Freitag in der Strückhauser Kirche rund 80 Zuschauer überzeugen. Gemeinsam mit ihrem Ehemann Uwe Birnstein stellte sie dort Interviews mit Personen aus der Bibel vor, die im „Backstage-Bereich des Himmels“ geführt wurden.

Dort waren sie alle versammelt, die Protagonisten aus der Bibel, deren Namen immer mehr aus dem Bewusstsein der Menschen verschwinden. In der Selbsthilfegruppe vergessener biblischer Gestalten beschließen sie, sich in der Öffentlichkeit wieder zu präsentieren und Interviews zu geben. Die beiden Interviewer Werding und Birnstein treffen zunächst auf Petrus, der sich noch genau an Conny Kramer erinnern kann. Ja, doch, er habe ihn in den Himmel gelassen.

Maria Magdalena stellt klar, dass sie niemals ein Verhältnis mit Jesus gehabt habe, wie ihr stets nachgesagt wird. Noah streitet nicht ab, dass es noch zu weiteren von Menschen gemachten Katastrophen kommen wird, aber eine zweite Sintflut wird nicht kommen, das habe Gott ihm schließlich versprochen. Und bei einem ist er sich sicher: Die Menschen werden sich selbst zugrunde richten.

Eine Interviewpartnerin war auch Marta, die Schwester von Maria, die sich darüber beschwerte, dass Jesus sich an den gedeckten Tisch setzte und einfach mit dem Speisen begann, während Marta noch in der Küche zu tun hatte. In einem Gespräch mit einer Hure erfahren die Interviewer, dass schon Martin Luther sagte, dass in einer Hure mehr Barmherzigkeit als in einem Heuchler steckt.

In der Pause gab es im Eingangsbereich vor der Pastorei Leckereien: Spargel in Blätterteig, Erdbeerbowle und Holunderblütenschorle.

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Für die musikalischen Sequenzen zwischen den Interviews sorgten an diesem Abend mit sanften Gitarrenklängen Christian Berndt und Dirk Hülsenbusch.


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02.06.2008
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