Welle der Kurzarbeit erreicht den Hafen
MIDGARD Starke Einbrüche beim Umschlag von Stahlbrammen, Holz und Schiffstreibstoffen
Ein Bild aus besseren Tagen: Stahlbrammen aus Mexiko werden im Nordenhamer Midgard-Hafen auf einen Güterzug in Richtung Mülheim umgeschlagen. ARCHIVBILDER: HARTFIL/SCHLÜTER 
VON HENNING BIELEFELD
Nordenham - Die Welle der Kurzarbeit hat einen weiteren Nordenhamer Betrieb erreicht: Rhenus Midgard. „Kurzarbeit null gibt es aber bei uns nicht“, sagt der Niederlassungsleiter Uwe Oppitz. „Wir sind schließlich kein Produktionsbetrieb.“
Maximal sieben Tage
Wie der Betriebsratsvorsitzende Rüdiger Kösling sagt, bleiben die insgesamt rund 120 Mitarbeiter an maximal sieben von 23 Arbeitstagen im Monat zu Hause. „Die normalen Schichten laufen durch, denn in einem Hafen ist immer etwas zu tun“, erläutert Kösling. Bei erhöhtem Arbeitsanfall – etwa wenn ein Schiff entladen werden muss – wird die Kurzarbeit reduziert. Wie viel Lohn und wie viel Kurzarbeitergeld ein Mitarbeiter bekommt, entscheidet sich also erst am Ende des Monats.
Ungewöhnlich ist, dass die Kurzarbeit zunächst auf zwei Monate begrenzt ist. „Das war ein Kompromiss“, sagen wortgleich und übereinstimmend Uwe Oppitz und Rüdiger Kösling. Bei den Verhandlungen zwischen Niederlassungsleitung und Betriebsrat herrschte allerdings keine traute Einigkeit: Der Betriebsrat wollte höhere Zuschläge für die Arbeitnehmer herausholen, als der Arbeitgeber zugestehen wollte.
Entwicklung unklar
Beide Seiten haben gemeinsam, dass sie nicht absehen können, wie sich der Umschlag entwickelt. „Kann sein, dass es ziemlich schnell wieder besser wird“, will Rüdiger Kösling die Hoffnung nicht aufgeben. „Kann auch sein, dass noch mehr wegebricht.“
Uwe Oppitz sieht für kurzfristigen Optimismus dagegen wenig Anlass: „Ich rechne nicht wirklich damit, dass es bis September wieder besser wird.“
Stabil ist weiterhin nur der Kohleumschlag, weil die Kraftwerke, die von der Midgard aus mit Binnenschiffen beliefert werden, unvermindert Strom erzeugen, erläutert Uwe Oppitz. Vollkommen weggebrochen ist dagegen der Umschlag von Stahlbrammen aus Mexiko, die das Röhrenwerk von Mannesmann in Mülheim an der Ruhr unter anderem für den Bau der Ostseepipeline einsetzt. Derzeit fertigt Mannesmann aber im eigenen Konzern genug Stahlbrammen. Wann es wieder anders sein wird, ist nicht abzuschätzen.
Schon seit 2007 geht der Umschlag von Tropenholz zurück. Wichtigste Ursache ist die Immobilienkrise in den USA, die sich mittlerweile auf europäische Länder wie Großbritannien und Irland ausgedehnt hat; die allgemeine Konjunkturschwäche tut ein Übriges. Auch das Wiederanlaufen des Holzeinschlages in Afrika werde lange dauern, sagt Uwe Oppitz.
Ein Minus gibt es auch bei den Schiffstreibstoffen – vor allem weil deutlich weniger Schiffe Bremerhaven anlaufen.
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2500 Parktickets zur Sail verkauft
Blexen war auf das Schlimmste vorbereitet. Aber ganz so groß wie erwartet ist der Andrang auf die Parkplätze, die im Stadtnorden für Sail-Besucher eingerichtet worden waren, dann doch nicht gewesen. Laut Ordnungsamtsleiter Rudolf Müller haben die Stadtbediensteten an den drei Sail-Haupttagen insgesamt 2500 Tickets auf den Sonderparkplätzen verkauft. Das ergibt eine Einnahme von 7500 Euro.
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Familie Ruch knüpft an Vorjahreserfolg an
Wie schon im Vorjahr hat wieder die Familie Ruch das Familienboßeln des Klootschießer- und Boßelvereins Blexen gewonnen. Die Familienmannschaft mit Wilhelm, Ludger und Hans-Günter Ruch errang mit 1279 Punkten den ersten Platz.
Malte, Sören und Deike Büsing machten in Blexen mit 1244 Punkten den zweiten Platz, gefolgt von Thomas, Werner und Monika Wohlfeil mit 1052 Punkten.
Insgesamtmehr
Käufer für die Leichenhalle gefunden
Bundesweit ist die Stadt Nordenham in die Schlagzeilen geraten, als sie 2005 aus Geldnot ihre Leichenhalle zum Verkauf anpries und damit abenteuerliche Spekulationen um den künftigen Verwendungszweck des Gebäudes auslöste. Jetzt hat die Stadt tatsächlich einen Käufer gefunden, aber an der Nutzung ändert sich nichts: Das Bestattungsunternehmen Abendstille will dort weiterhin Trauerfeiern ausrichten. Allerdings bekommt die Gründerzeitimmobilie an der Schillerstraße einen neuen Namen. Der sachlich-schmucklose Begriff Leichenhalle wird durch die Bezeichnung „Haus des Abschieds“ ersetzt.
Über den Kaufpreis haben Abendstille-Geschäftsführer André Vos und Stadtkämmerer Bert Freese Stillschweigen vereinbart. „Wir haben ein vernünftiges Geschäft abgeschlossen“, sagt Bert Freese, „damit sind beide Seiten zufrieden.“ Der städtische Schatzmeister ist schon deshalb zufrieden, weil sein leckgeschlagener Haushalt um 5000 bis 10 000 Euro im Jahr an Unterhaltungsaufwendungen entlastet wird.
2005 hatte die Stadt für die Immobilie eine Mindestsumme von 100 000 Euro gefordert. Aber zu diesem Preis fand sich kein Abnehmer, zumal das Gebäude unter Denkmalschutz und damit unter strengen Umbauauflagen steht. Auch Überlegungen, dort eine Kunsthalle oder einen Raum für Vorlesungen einzurichten, ließen sich nicht verwirklichen.
Die 2005 gegründete Firma Abendstille, die mittlerweile über zwei Niederlassungen in Ellwürden und Brake verfügt, hatte schon vor fünf Jahren ein erstes Interesse bekundet. Jetzt wurden die Verhandlungen mit der Stadt neu aufgenommen und mit der Gebäudeübertragung zum 1. September zu einem erfolgreichen Abschluss gebracht.
Geschäftsführer André Vos, der die Firma gemeinsam mit seinem Bruder Jan Schmitz betreibt, will das „Haus des Abschieds“ bei Bedarf auch anderen Bestattungsunternehmern zur Verfügung stellen. Ihre Kundenzielgruppe sind Angehörige von Verstorbenen, die keiner Kirche angehörten oder aus anderen Gründen eine kirchliche Trauerfeier ablehnten. Das „Haus des Abschieds“ ist die dritte privat betriebene Andachtshalle in Nordenham. Sie bietet Platz für etwa 80 Besucher.
Das 1905 errichtete Gebäude grenzt mit seiner Rückseite an den Museumspark. Es hatte früher zum alten Krankenhaus gehört, das 1975 nach der Eröffnung der Wesermarsch-Klinik an der Albert-Schweitzer-Straße aufgegeben und in ein Wohngebäude umgewandelt worden war. Die Grünanlage und die Leichenhalle bekam die Stadt Nordenham vom Landkreis Wesermarsch überschrieben. Viele Jahre musste die Stadt aufgrund einer gesetzlichen Verpflichtung eine öffentliche Leichenhalle mit Kühl- und Waschräumen betreiben. Aber diese Pflicht besteht nicht mehr, seitdem private Anbieter derartige Einrichtungen vorhalten.
André Vos will an dem Gebäude wenig verändern. Lediglich eine Renovierung der Räume ist beabsichtigt. Auf dem 2000 Quadratmeter großen Grundstück sollen Parkplätze angelegt und ein Zaun zum Museumspark gezogen werden. Der Zaun soll verhindern, dass Radfahrer, Spaziergänger und freilaufende Hunde die Trauernden stören.
André Vos möchte eine Dokumentation über die Geschichte des Gründerzeitgebäudes zusammenstellen und sucht dafür Bildmaterial aus alten Zeiten.
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Haussanierer sollen stark profitieren
Für den Energieberater Johannes Gadeberg kommt es darauf an, wie pfiffig gebaut, umgebaut oder renoviert wird. „Mich schüttelt es jedesmal, wenn ich Häuser sehe, bei denen das Energiesparpotenzial nicht genutzt wird. Denn im Vergleich zu den Möglichkeiten sind die Investitionskosten wirklich gering.“
Im Auftrag der Deutschen Bundesstiftung Umwelt hat der unabhängige Energieberatermehr
Schwerer Weg zur großen Liebe
Aus ihrem Buch „Ich, Elias“ liest an diesem Freitag, 3. September, ab 15 Uhr in der Stadtbücherei Nordenham auch für den Julius-Club die Jugendbuch-Autorin mit dem Künstlernamen Luca Bloom. Der Eintritt für Schüler ist frei.
In dem 2009 veröffentlichten Buch von Luca Bloom geht es um einen 15 Jahre alten Jungen, der endlich das „erste Mal“ erleben will. Doch der Wegmehr



