Neue Niere sorgt für Gewinn an Lebensqualität
MEDIZIN 800. Operation im Transplantationszentrum – Oft spenden Verwandte ein Organ
Dr. Sebastian Melchior (v.l.), Leiter des Transplantationszentrums, Patient Heinz Schwanewedel und Dr. Uwe Kuhlmann, Chefarzt der Medizinischen Klinik III 
BREMEN - Heinz Schwanewedel ist glücklich. Sein bisher so eingeschränkter Alltag hat sich normalisiert. Der 68-Jährige muss nicht mehr zur Dialyse, zur Blutwäsche. Er bekam jetzt eine gespendete Niere. Schwanewedel war der 800. Patient, dem die Ärzte im Transplantationszentrum am Klinikum Bremen-Mitte eine neue Niere einsetzen.
Seit Jahren hatte Schwanewede auf eine geeignete Spenderniere gewartet. In einer vierstündigen Operation transplantierten Ärzte der Urologischen Klinik dem 68-jährigen das Spenderorgan. „Die Operation verlief ohne Komplikationen, der Patient erholt sich gut“, sagte der Chefarzt der Urologischen Klinik, Privatdozent Dr. Sebastian Melchior.
Das Transplantationszentrum wurde 1988 gegründet. Seit 2007 wird die Einrichtung von Melchior geleitet.
Bereits direkt nach der 800. Operation konnten die Ärzte feststellen, dass die neue Niere Schwandewedels zu arbeiten begonnen hatte, nach wenigen Tagen war das Organ voll funktionsfähig. Auch der Patient ist zufrieden: „Ich bin erleichtert und froh, dass sich meine Hoffnung erfüllt hat und dass es mir jetzt so gut geht.“
Für ihn ist die neue Niere ein enormer Gewinn an Lebensqualität: Bisher musste sein gesamter Alltag auf die lebensnotwendige Blutwäsche abgestimmt werden. Er durfte zudem nur eine begrenzte Menge trinken, musste sich speziell ernähren. Mit der Spenderniere wird er nun ein weitgehend normales Leben führen können.
Ein großer Schwerpunkt des Zentrums sind heute Transplantation, bei der ein Verwandter oder der Lebenspartner dem Patienten eine Niere spendet.
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