Abschied von der Kohle nehmen

KLIMA Energieökonomie und Nachhaltigkeit Thema beim CDU-Neujahrsempfang


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Claudia Kemfert im Kreise von Thomas Decker, stellvertretender CDU-Kreisvorsitzender, Heinz Stoffels, Vorsitzender der CDU-Ratsfraktion, Kristof Ogonovski, stellvertetender Fraktionsvorsitzender, und Kreisverbandschef Heinz-Gerd Lenssen (von links). bild: wolfgang bednarz Bild vergrößern

BEI EINER KERNKRAFTWERKS-LAUFZEITVERLÄNGERUNG SIND NEUE KOHLKRAFTWERKE VERZICHTBAR. KLIMA UND WIRTSCHAFT WAREN THEMA BEIM CDU-NEUJAHRSEMPFANG.

VON WOLFGANG BEDNARZ

Delmenhorst - Neuland beschritt die Delmenhorster CDU bei ihrem diesjährigen Neujahrsempfang am Freitagabend im Hotel Goldenstedt. Erstmals habe man, so der Kreisverbandsvorsitzende Heinz-Gerd Lenssen, als Ehrengast und Redner keine Persönlichkeit aus der Politik eingeladen, sondern eine Wissenschaftlerin. Über „Die wirtschaftlichen Chancen des Klimaschutzes“ referierte Prof. Dr. Claudia Kemfert vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) Berlin vor rund 90 Gästen.

Deutschland könnte seinen Wettbewerbsvorteil bei der Entwicklung der regenerativen Energien deutlich ausbauen und auch im klassischen Technikbereich sein Know How international besser vermarkten, ist die gebürtige Delmenhorsterin überzeugt. Nach dem gescheiterten Klimagipfel von Kopenhagen gelte es nicht nachzulassen beim Ziel, eine Klimaerwärmung von zwei Grad Celsius nicht zu überschreiten, hierzu müssten die G 20-Staaten verbindliche Treibhausgasminderungen festschreiben und anderen Ländern dabei helfen, die Folgen des Klimawandels zu begrenzen.

„Wir müssen uns auch verabschieden von der Kohle“, sagte die Volkswirtin, beim DIW Abteilungsleiterin für den Bereich Energie, Verkehr und Umwelt. Würde der Atomausstieg gekippt und für die bundesdeutschen Kernkraftwerke eine Laufzeitverlängerung von zehn Jahren beschlossen, bräuchte es keine neuen Kohlekraftwerke. Allerdings machte sie auch klar, dass „das Endlagerproblem möglichst rasch gelöst werden“ müsse. Auch fürs CO2, eine unterirdische Einlagerung wäre nach Kemfert ein gangbarer Weg.

Bei den großen Energiekonzernen sieht Kemfert Anzeichen für ein allmähliches Umdenken. Als positives Zeichen wertet sie das geplante Windenergie-Netz der Nordsee-Anrainerstaaten. Wichtig ist für sie jedoch auch die Initiative vor Ort: „Ohne die Kommunen können wir die große Wende nicht schaffen!“

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In seinem Rückblick wertete Kreisverbandschef Lenssen das abgelaufene Jahr als großen Erfolg für die CDU: „Nach über 40 Jahren wurde der Wahlkreis mit Astrid Grotelüschen das erste Mal direkt gewonnen“, erinnerte er an die Bundestagswahl.


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01.02.2010
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