Neues Großprojekt bremst Verkehr aus
BAUARBEITEN Alexanderstraße wird ab 2008 ausgebaut – OOWV verlegt Mischwasserkanal
VON FRANK JACOB
Oldenburg - Unserer Stadt droht wieder der Verkehrskollaps: Eine Woche nach Ostern, also Ende März 2008, sollen die Kanal- und Fahrbahnarbeiten in der Alexanderstraße beginnen.
Wer sich noch an die Arbeiten in der Ofener Straße in den Jahren 2005 und 2006 erinnert, weiß, was auf die Stadt zukommen wird. Denn bald wird in der nächsten Einfallstraße gebuddelt.
„Wir müssen den Kanal neu verlegen“, sagt die Pressesprecherin des Oldenburgisch-Ostfriesischen Wasserverbandes (OOWV), Anette Mönning. Die alten Betonrohre, die zwischen 1900 und 1902 verlegt wurden, sollen durch Kunststoffrohre ersetzt werden. Wie der jüngste Kanalbruch in der Lindenallee (die NWZ berichtete) gezeigt hat, besteht bei dem mehr als 100 Jahre alten Kanalnetz dringend Sanierungsbedarf. „Da muss etwas gemacht werden“, bestätigt Anette Mönning.
1,5 Millionen Euro lässt sich der OOWV den ersten Bauabschnitt kosten. Es handelt sich um den Bereich zwischen den Einmündungen der Nadorster Straße und der Von-Finckh-Straße. Insgesamt rund 670 Meter.
Bis 2012 sollen die Arbeiten in weiteren Bauabschnitten auf der Gesamtlänge der Alexanderstraße fortgesetzt werden, so der OOWV. Die Bauleitung liegt bei der Stadt, die die Alexanderstraße ausbauen will.
„Eine Vollsperrung wird es nicht geben“, sagt Stadt-Pressesprecherin Christiane Maaß. Stadteinwärts wird der Verkehr fließen können. Stadtauswärts wird über die Nadorster Straße umgeleitet.
Im Verkehrsausschuss wurde jüngst der Straßenentwurf vorgestellt. Demzufolge wird die Fahrbahn im ersten Abschnitt auf 6,50 Meter verbreitert. Beidseitig sind ausreichend breite Parkstreifen sowie Rad- und Gehwege vorgesehen. Im Bereich der Friedhofsmauer wird der Radweg verbreitert. 43 öffentliche Parkplätze sollen entstehen. Weiter heißt es, dass möglichst viele der vorhandenen Bäume erhalten werden sollen. Zudem werden 20 Bäume neu gepflanzt. Eine Bürgerinformation fand bereits statt.
Zu den Kosten kann die Stadt noch keine Auskunft geben. Die Aufträge seien noch nicht vergeben.
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