Neue Pläne für große VfB-Arena
WIRTSCHAFT Rudi Assauer präsentiert 400 Gästen Stadion-Konzept
VON JASPER RITTNER
Oldenburg - Ohne Zigarre und ohne Bier, dafür aber mit ganz viel Fußball-Leidenschaft in der Stimme: So präsentierte Rudi Assauer am Mittwochabend die neuen Pläne für eine VfB-Arena beim achten „Kontaktpunkt Wirtschaft“ bei Peguform.
Gemeinsam mit dem Stadionbauer und Präsidenten des MSV Duisburg, Walter Hellmich, sowie der Stadt und der Oldenburger Stadioninitiative go-OL hatte Assauer in den vergangenen Monaten die Machbarkeit für ein solches Projekt unter die Lupe genommen. Ergebnis: „Oldenburg ist eine Fußballstadt, die Voraussetzungen und das Umfeld sind so gut, dass Arena-Pläne realisiert werden können“, so Assauer.
Und Hellmich, der u.a. auch die Arena auf Schalke gebaut hat, sieht gar „optimale Standortvoraussetzungen“.
25 Millionen Euro soll das Projekt kosten. Hinzukommen die Kosten für das Grundstück. Schwerpunkt ist natürlich die Fußball-Nutzung (15 000 Plätze und damit zweitliga-tauglich). Aber auch für Konzerte oder andere Großveranstaltungen soll das Stadion genutzt werden können. „Was wir aber nicht planen, ist ein angeschlossenes Hotel oder Einkaufszentrum“, so Oberbürgermeister Gerd Schwandner.
Er hofft, dass das Stadion schon 2010 eröffnet werden kann. Davor steht aber harte Planungsarbeit für den Arena-Arbeitskreis. „30 Prozent Eigenkapital sollten schon da sein“, so Hellmich. Der Rest könne finanziert werden. Die ersten Millionen könnte der Grund und Boden in der Nähe der Weser-Ems-Halle darstellen. „Die Stadt könne sich mit dem Grundstück in die Stadion-Realisierung einbringen“, so Schwandner. Die Höhe dieser Einlage solle nun bewertet werden. Außerdem will die Initiative in den nächsten Monaten potenzielle Sponsoren und Investoren ansprechen. Denn ohne ein Engagement von Firmen oder vermögenden Einzelpersonen lässt sich der Grundstock für das Projekt nicht finanzieren. Überdies sollen auch Fragen der Betreibergesellschaft und der Rechtsform geklärt werden. „Mitte 2008 ziehen wir Bilanz und sehen, was sich realisieren lässt“, so Schwandner.
Dann wird sich hoffentlich auch der VfB für die neue Regionalliga qualifiziert haben. Denn: „Mittelfristig ist der sportliche Erfolg des VfB eine Voraussetzung für so ein Projekt“, sagte Assauer auf dem Wirtschaftsforum bei Peguform.
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