Stadt will Wallring bis 2010 ausbauen

INNENSTADTENTWICKLUNG Verkehrsengpass bleibt vorerst bestehen – Mehr Platz für Radfahrer


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Noch ist’s eng: Radler, Passanten und rechtsabbiegende Autos teilen sich den Bürgersteig am Theaterwall. BILD: HERRNBERGER Bild vergrößern

KNAPP ZWEI MILLIONEN EURO WERDEN BEIDE PROJEKTE KOSTEN. DAFÜR WIRD ES MANCHE VERBESSERUNGEN GEBEN.

VON KLAUS FRICKE

Oldenburg - Im Spätherbst, so freuen sich jetzt schon alle Autofahrer, im Spätherbst sind Lappan und Heiligengeistwall wieder baustellenfrei. Man sollte sich nicht zu früh freuen, der Wallring in seiner Gänze bleibt nämlich Treffpunkt für Straßenbauarbeiter. Im Jahr 2009 ist der Ausbau der Staulinie vorgesehen, im Jahr 2010 kommt der Theaterwall an die Reihe.

„Ausgehend vom dann neu ausgebauten Heiligengeistwall und dem Lappan sollen nun andere Straßenzüge um die unmittelbare Innenstadt herum aufgewertet werden“, meinte Stadtbaurat Frank-Egon Pantel im Verkehrsausschuss.

Zwei weitere Jahre mit Sperrungen oder mit engen Fahrbahnen sind der Preis dafür, dass zum Beispiel die neue, sechs Meter breite und zweispurige Staulinie mit besseren Rad- und Gehwegen (1,60 bzw. 2,50 breit) ausgestattet wird. Die Parkplätze auf der linken Seite der Straße bleiben erhalten.

Größere Veränderungen stehen anschließend dem Theaterwall bevor. Neben einer neuen Fahrbahn (6,50 Meter breit) wird es neben dem Bürgersteig auf der Seite der Fußgängerzone erstmals einen Fahrradweg (1,60 Meter breit) geben – zumindest über weite Strecken des Theaterwalls.

Möglich macht dies die Aufgabe der ehemaligen Busspur gegenüber dem Theater sowie einer Verkürzung der Linksabbiegerspur in die Ofener Straße. Diese Flächen sollen für Radwege genutzt werden, ohne dass dadurch die Breite der Fahrbahn eingeschränkt wird.

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Ein durchgängiger Radweg zwischen Kasinoplatz und Julius-Mosen-Platz bleibt allerdings ein Traum: Die Rechtsabbiegespur in die Tiefgarage Burgstraße zwingt dazu, auf etwa 40 Metern Länge den Radweg wie bisher mit dem Fußweg zu kombinieren. „Es gibt keine andere Lösung, wir können die Autos, die ins Parkhaus wollen, ja nicht auf der Straße warten lassen“, begründete Pantel.

Rund eine Million Euro werden an der Staulinie verbaut, 890 000 Euro am Theaterwall, für beide Projekte sind Landeszuschüsse wahrscheinlich. Mit den Summen sollen zwei der am stärksten frequentierten Straßen der Stadt (Staulinie 11 000 Autos, 1200 Fahrräder pro Tag; Theaterwall 15 000 Autos, 3000 Radler pro Tag) auf den neuesten Stand gebracht werden.


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17.09.2008
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