Groninger Modelle für Pophankenweg
STRAßENBAU Grünen-Fraktion will keinen herkömmlichen Radweg
Wechloy - Am Pophankenweg in Wechloy soll nach Meinung der Grünen-Ratsfraktion kein Radweg in herkömmlicher Weise gebaut werden. Rolf Grösch und Sebastian Beer beantragen deshalb die Aufnahme des Punktes „Radwegebau am Pophankenweg“ auf die Tagesordnung der nächsten Sitzung des Ausschusses für Stadtgrün, Umwelt und Klima sowie des Rates. Der Ausschuss kommt wieder am Donnerstag, 9. Oktober, zusammen.
Anstelle eines herkömmlichen Radweges mit anschließender Pflasterung sollten andere Möglichkeiten geprüft werden: Seitenstreifenmarkierungen auf der Fahrbahn und Geschwindigkeitsbegrenzungen. „Dabei sollten Modelle aus Groningen auf ihre Übertragbarkeit in Oldenburg geprüft werden“, formulieren Grösch und Beer in ihrem Beschlussvorschlag.
Aus ökologischer Sicht argumentieren sie, dass die im jüngsten Verkehrsausschuss vorgelegten Planungen (die NWZ berichtete) einen wertvollen Amphibienbereich in der Stadt zerstören würden. In den vergangenen Jahren seien am Pophankenweg Ausgleichsmaßnahmen zugunsten der bedrohten Amphibien vorgenommen worden.
Aus finanzieller Sicht wenden sie ein, dass die unverhältnismäßig hohen Kosten für diesen relativ kurzen Radweg (rund 700 000 Euro) das Radwegeprogramm in anderen Teilen der Stadt belasten würde. Hinzu kämen die erheblichen Kosten für die gesetzlich vorgeschriebenen Ausgleichsmaßnahmen.
Die Diskussion um den Ausbau des Radweges in diesem Bereich war wieder aufgekommen, als der neue Tunnel unter der Autobahn einen schnelleren Zugang zum Famila-Gelände in Wechloy möglich machte.
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